Frust bei den Deutschen, nachdem der Führungstreffer von Jonathan Tah in der Verlängerung des Sechzehntelfinal-Duells gegen Paraguay nach VAR-Check doch noch einkassiert worden ist. Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zeigt sich im ZDF fassungslos.
Kurz fiel den DFB-Spielern eine große Last von den Schultern. Nachdem man sich gegen Underdog Paraguay lange Zeit schwergetan hatte und in die Verlängerung musste, schien in der 102. Minute die Erlösung so nahe zu sein. Jonathan Tah war nach einer Ecke von Nathaniel Brown zur Stelle und erzielte den vermeintlichen 2:1-Führungstreffer für Deutschland.
Noch während DFB-Fans, Spieler, Trainer und Kommentatoren ihre Erleichterung herausschrien, meldete sich aber der VAR. Schiedsrichter Jalal Jayed wurde zum Monitor gebeten und sah dort, dass unmittelbar vor dem Treffer Paraguay-Goalie Orlando Gill von Waldemar Anton angerempelt wurde.
Fassungslosigkeit bei den Deutschen
Der Torhüter ging anschließend zu Boden und war auch deshalb beim Kopfball von Tah nicht rechtzeitig auf seinem Posten. Der marokkanische Unparteiische entschied nach Ansicht der Bilder auf Foul und nahm den DFB-Treffer zurück.
Eine Entscheidung, die bei den Deutschen für Fassungslosigkeit sorgte. Auf dem Platz konnten es Nagelsmann und seine Schützlinge nicht glauben. „In der Premier League würden sie sich bei so etwas schlapp lachen“, echauffierte sich auch ZDF-Kommentator Oliver Schmidt. Schiedsrichter-Experte Kinhöfer sah eine zu harte Entscheidung und hätte den Treffer zählen lassen: „Mir fehlen die Worte“, schüttelte er den Kopf.