ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat mit seiner humorvollen Art auch die Amis „gewonnen“. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur und Nationalteam-Reporter Rainer Bortenschlager ...
Die „Krone“ berichtet aus San Francisco
Der Mann versteht es, den Finger in die Wunde zu legen. Aber charmant, mit Humor. Da macht Ralf Rangnick auch vor den US-Amerikanern nicht Halt. So schmunzelte Österreichs Teamchef darüber, dass in der San-Francisco-Bay-Arena zwar – wie von der FIFA vorgeschrieben – der Stadionsponsor abgedeckt wurde. Aber nur stümperhaft mit Abdeckplanen, so schien der „Levi’s“-Schriftzug mehrmals durch.
Scheinbar drückt die FIFA da beide Augen zu. Was Rangnick amüsiert, er dennoch auch die Herzen der Amis gewann.
Weil er die „cooling breaks“ bei den WM-Spielen als reine Werbepausen entlarvte, aber dankbar für Anweisungen annimmt, gleich den Querpass zum NBA-Finale spielte. Und weil er von der Freundlichkeit der Gastgeber schwärmte, sich wie ein kleines Kind freute, dass er auch schon die autonom fahrenden Autos (also ohne Fahrer) testen durfte.
Schlag auf Schlag
Viel Zeit, um die US-Eigenheiten kennenzulernen, bleibt jetzt aber nicht mehr. Ab sofort geht es Schlag auf Schlag. Gleich nach dem Jordanien-Spiel fliegt das ÖFB-Team um 1 Uhr in der Nacht zurück nach Santa Barbara. Die Vorbereitung auf Argentinien wird beginnen. In Dallas wartet die nächste Monster-Arena. Und sicher wieder Schmankerln ...