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Mit Kraft zurück: So wird Marterbauer Vizekanzler

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Endlich einmal gute Nachrichten aus der Politik: Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat die letzten Tage seiner Chemotherapie hinter sich – und einen harten Weg voller politischer Großbaustellen vor sich. Die „Krone“ weiß, wann er das „Projekt Vizekanzler“ startet und wie die ÖVP die roten Rochaden für sich nutzen will. 

Im Juli schreckte Markus Marterbauer nicht nur die heimische Politik auf. Der Finanzminister gab öffentlich bekannt, dass bei ihm Krebs diagnostiziert worden war. Es folgten Monate der Behandlung, die nun aber zu einem guten Ende geführt haben dürften: Marterbauer hat vergangene Woche die letzten drei Tage seiner Chemotherapie absolviert.

Nun startet das „Projekt Vizekanzler“
Die Ferienwoche nutzte er bereits für erste Termine im Büro, am Freitag gab es eine lange Besprechung mit seinem Team. In der kommenden Woche will der SPÖ-Finanzminister dann wieder voll durchstarten, und das mit einem prallen Terminkalender. Schon am Dienstag lädt Marterbauer gemeinsam mit Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) zu einer Pressekonferenz. Thema: Digitale Belege. Am Mittwoch ist traditionell Ministerrat. Der 61-Jährige nimmt nun auch vermehrt wieder Abendtermine wahr, etwa am Donnerstag beim Senat der Wirtschaft.

Marterbauer habe die Chemotherapie gegen sein Lymphom gut überstanden, heißt es aus seinem Büro. Jetzt folgt nur noch die sogenannte Erhaltungstherapie. Wenn alles nach Plan läuft, kann er wie mit Jahresbeginn die Funktion des Vizekanzlers von Andreas Babler übernehmen.

Ob damit auch eine Regierungsumbildung einhergeht, will Marterbauer noch nicht verraten. Beobachter gehen davon aus, dass nicht allein die SPÖ die Übernahme für einen Neustart nutzen möchte. Auch bei der ÖVP soll es zu Personalrochaden kommen, wird spekuliert. Die Rede ist davon, dass die beiden größeren Regierungsparteien jeweils ein Staatssekretariat „opfern“.

Der Verbleib Bablers in der Regierung ist noch offen, aber unwahrscheinlich. Marterbauer will das selbst entscheiden.