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Mätthäus enthüllt schlimmsten Fehler von Tuchel

Mätthäus enthüllt schlimmsten Fehler von Tuchel

„Ich habe großen Respekt vor Thomas Tuchel, aber er hat sich verzockt! Und nicht zum ersten Mal, das hat er früher auch schon getan“, analysiert Lothar Matthäus in der „Bild“ das WM-Aus des deutschen England-Trainers gegen Argentinien. 

Was der Rekordnationalspieler damit meint? Tuchel habe die 1:0-Führung viel zu früh verwalten wollen. Vor allem die Auswechslung von Declan Rice kann Matthäus gar nicht nachvollziehen. „Den Quarterback nimmt man in so einer Situation nicht vom Platz“, so der Weltmeister von 1990. Rice sei schließlich der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Engländer gewesen. Mit seinem Abgang habe England seine Stabilität verloren – und Argentinien plötzlich Räume gefunden, die vor allem Lionel Messi gut zu nutzen wusste.

England führte bis zur 85. Minute, hatte sich nach dem 1:0 aber immer weiter zurückgezogen. Argentinien nutzte das eiskalt aus, drehte die Partie innerhalb weniger Minuten und zog ins Finale gegen Spanien ein.

Damit schlägt Matthäus in eine ähnliche Kerbe wie Harry Kane. Der England-Kapitän kurz nach dem 1:2: „60 Minuten war es richtig gut, aber dann haben wir es nicht geschafft, den Gegner früh genug unter Druck zu setzen. Dadurch konnten sie immer mehr Momentum aufbauen und immer mehr Angriffe starten. Es ist ganz normal, dass man versucht, eine 1:0-Führung über die Zeit zu bringen. Aber es waren noch gut 20 Minuten plus Nachspielzeit. Das ist eine verdammt lange Zeit.“

„Coaching-Katastrophe“
Sogar noch schlimmer formulierte es Ex-England Kicker Chris Sutton. Er nannte es eine „Coaching-Katastrophe“ und warf die Frage auf, ob der Deutsche noch der richtige Mann für den Job sei. „Wenn man Messi und Argentinien erlaubt, dass sie auf einen zustürmen, dann sucht man förmlich nach Ärger“, sagte Wayne Rooney. Für Gary Lineker ist es „absolut unbegreiflich, dass man ausgerechnet gegen den besten Fußballspieler aller Zeiten die Taktik verfolgt, seine Spieler tief stehenzulassen“.

Auch Michael Owen hatte keine positiven Worte übrig. „Solange wir nicht verstehen, dass Mut und Courage bedeuten, unter Druck den Ball in den eigenen Reihen zu halten und das Spiel zu kontrollieren, wird das Ergebnis immer dasselbe sein.

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