Muster: „Für mich ist Wien ein 1000er-Turnier“
„Für mich ist Wien ein 1000er-Turnier. Es ist ein unglaubliches Turnier mit einer Wahnsinnsgeschichte. Vor allem die letzten zehn Jahre mit dem Sprung in die 500er-Klasse“, schwärmte Thomas Muster eine Woche vor den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle (26. Oktober bis 1. November) beim ServusTV-Talk im Hangar-7.
Sechs Spieler aus den Top 10 der Weltrangliste sind dabei – darunter Alexander Zverev, Carlos Alcaraz und Daniil Medvedev. Das Starterfeld könnte nicht besser sein, meint Turnierbotschafter Muster.
„Für mich ist das ein 1000er-Turnier“, so die ehemalige Nummer 1. „ Denn da spielen heuer richtig gute Spieler! Auch wenn du ein 1000er-Turnier hättest, schüttest du zwar mehr Preisgeld aus, kostet Unmengen, weil du Lizenz haben musst, aber du bekommst deshalb kein besseres Starterfeld. Also ich glaube, das sind die besten Spieler, die man dieser Woche bekommen konnte. Aber ich lege mich nicht fest, wer dieses Turnier gewinnen wird, weil es eben so viele Möglichkeiten gibt.“
Turnierdirektor und ATP-Board-Mitglied Herwig Straka weiß: „Es ist nicht nur das Geld. Es ist eine Mischung aus der Stadt, die ist natürlich attraktiv. Die Restaurants, die Hotellerie, aber wir schauen auch, dass wir den Spielern vieles möglich machen.“ Sein Traumfinale? Zverev gegen Alcaraz – Sieger Zverev!
Stars gewinnen mit der Aura
Muster will sich nicht festlegen, sagt: „Meistens gewinnen die Stars schon mit ihrer Aura. Mit dem Gedanken: ‘Gegen den kann ich eh nicht gewinnen.‘ Wenn man dieses Gefühl einmal verliert, muss man sich das wieder hart zurückerarbeiten, damit dieser Respekt wieder da ist. 80 Prozent der Partien sind schon vorher im Kopf gewonnen, bevor man auf den Platz geht. Das muss man den anderen Spielern zeigen, dass man irgendwie unbesiegbar und doch besser ist. Dass alle top Tennis spielen können, wissen wir, aber ein paar sind um ein paar Prozent besser. Das muss man den anderen immer wieder zeigen.“