Curacao schrieb in der Nacht auf Sonntag (europäischer Zeit) WM-Geschichte, holte beim 0:0 gegen Ecuador den ersten Punkt. Auf der Tribüne im Stadion von Kansas City fieberte auch die niederländische Königsfamilie mit. Im Anschluss gab es in der Kabine sogar einen Kuss.
Für König Willem-Alexander und Königin Maxima war es ein stressiger Tag. Erst waren die beiden mit Tochter Ariana im Stadion in Texas, um die Niederlande beim Duell mit Schweden anzufeuern. Kurz darauf ging es gleich weiter nach Kansas, wo Curacao auf Ecuador traf. Die kleine Karibikinsel ist zwar ein eigenständiges Land, gehört aber trotzdem zum Königreich der Niederlande. Deswegen unterstützt die Familie beide Mannschaften.
Nachdem das Trio beim 5:1 der Niederländer gegen Schweden bereits viel zu jubeln hatte, konnten sie sich anschließend auch über das historische 0:0 von Curacao gegen Ecuador freuen. Im Anschluss stattete man dem Team sogar einen Besuch in der Kabine ab.
„Hoffentlich ist meine Frau nicht hier“
Darüber besonders gefreut hat sich Torhüter Eloy Room, der der Held des Spiels war und mit 15 in einer Partie gehaltenen Bällen einen neuen WM-Rekord aufstellte. „Máxima hat mich geküsst“, meinte der 37-Jährige gar, nur um dann von Trainer Dick Advocaat korrigiert zu werden: „Nein, du hast sie geküsst.“ Der Goalie nahm es mit Humor: „Hoffentlich ist meine Frau nicht hier.“
In der Kabine wurde das Remis jedenfalls wie ein Sieg gefeiert. „Es war einfach wunderbar“, strahlte Room. Durch den Punkt lebt für den krassen Außenseiter sogar die Chance aufs Weiterkommen. Dafür würde man aber am letzten Spieltag einen Sieg gegen die Elfenbeinküste benötigen. Mit der königlichen Unterstützung scheint allerdings nichts unmöglich . . .