Nach Verhaftung: Bode Miller meldet sich zu Wort!
Ski-Legende Bode Miller weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Drogenbesitzes zurück. Der ehemalige Olympiasieger war Anfang des Monats im US-Bundesstaat Idaho wegen Drogenbesitzes verhaftet worden.
Der 48-Jährige schilderte den Vorfall auf Instagram. „Mein Freund, der mit mir unterwegs war, hatte eine kleine Menge Cannabis und eine Cannabis-Pfeife bei sich, wovon ich nichts wusste“, erklärte Miller. „Wir haben voll und ganz mit dem Polizeibeamten kooperiert. Ich hoffe, dass die Anklage wegen eines Vergehens fallen gelassen wird, sobald der Sachverhalt geprüft wurde.“
Pilze gefunden
Laut der Nachrichtenagentur AP enthalten die Gerichtsakten keine näheren Angaben zu den Umständen der Festnahme. In einer Erklärung zum Tatverdacht schrieb ein stellvertretender Sheriff jedoch, bei Miller sei eine weiße Tüte aus einer Cannabis-Apotheke mit 4,1 Gramm halluzinogener Psilocybin-Pilze gefunden worden. Wie der Sender ABC berichtete, kam Miller nach Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 5000 US-Dollar (rund 4394 Euro) wieder auf freien Fuß.
Strenge Gesetze in Idaho
Idaho zählt zu den US-Bundesstaaten mit besonders strengen Drogengesetzen. In anderen Bundesstaaten wie Colorado oder Oregon wurde Psilocybin hingegen bereits für therapeutische Zwecke legalisiert.
Das Verfahren läuft noch, am 29. Juli muss Miller zu einer weiteren Anhörung vor Gericht erscheinen.
Miller beendete 2017 seine aktive Karriere, gewann zuvor insgesamt sechs olympische Medaillen – mehr als jeder andere männliche US-Skirennläufer. 2005 und 2008 holte er den Gesamtweltcup und feierte Siege in allen fünf alpinen Disziplinen.
Schicksalsschlag
Seit 2012 ist Miller mit der ehemaligen Profi-Volleyballerin Morgan Miller verheiratet. Gemeinsam haben sie sechs Kinder, aus früheren Beziehungen hat Miller zwei weitere Kinder. Das Familienleben wurde jedoch von einem schweren Schicksalsschlag überschattet: Im Jahr 2018 kam ihre 19 Monate alte Tochter Emmy bei einem tragischen Unfall ums Leben.