Nächste „magische“ Nacht: Sturm lässt es krachen!
„Es war einfach magisch“, bringt es Simon Seidl auf den Punkt. Bei Sturm Graz war der Jubel nach dem Aufstieg in der Champions-League-Qualifikation riesengroß.
Drei Siege in drei Pflichtspielen, kein Gegentor, Fixierung der Teilnahme an einer Europacup-Ligaphase: Für Vizemeister Sturm Graz hätte die neue Saison nicht besser beginnen können! Dass die Grazer in der 2. Qualifikationsrunde zur Champions League den schottischen Fast-Meister Heart of Midlothian gesamt mit 6:0 überrollen, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Umso größer war die Freude im Lager der Steirer, die auch vor toller Kulisse in Edinburgh cool blieben.
Hier die Kabinenparty im Video:
Nach dem Heim-4:0 sorgten mit Simon Seidl (64.) und Emran Soglo (68.) zwei Sommerzugänge dafür, dass auch die Auswärtspartie am Dienstag völlig zurecht gewonnen wurde. „Die Schotten haben alles versucht, es noch zu drehen, wir haben das aber nicht zugelassen. Wir haben von Anfang an alles reingeworfen, jeder hat 100 Prozent Gas gegeben“, resümierte Seidl.
Der 23-jährige Bruder von Rapids Matthias Seidl hat sich schnell bei seinem neuen Klub eingefunden. Akzente im Hinspiel sowie ein Treffer auch beim souveränen 3:0 im ÖFB-Cup gegen Seekirchen waren ihm schon vor Dienstag gelungen. Der Treffer im 20.000 Fans fassenden Tynecastle Park war nun sein bisheriges Highlight.
„Davon träumt man als Kind“
Das sind die Spiele, von denen man als Kind träumt, in Schottland vor 20.000. Es war einfach magisch“, meinte der Ex-Kicker von Absteiger Blau-Weiß Linz. Auch sein Trainer Fabio Ingolitsch sprach von einer „unglaublichen“ Atmosphäre zu Beginn. „Deswegen war es für uns einfach ganz wichtig, diese Anfangsphase, diese große Druckphase da sauber zu überstehen. Das haben wir sehr souverän gemeistert im Verbund und haben uns da Schritt für Schritt rausgearbeitet“, analysierte der Sturm-Coach.
Mangelnde Kaltschnäuzigkeit der Stürmer Simon Wlodarczyk und Seedy Jatta verhinderte eine Führung, die auch laut Ingolitsch in einem richtig schwierigen Spiel verdient gewesen wäre, zur Pause. Spannend wurde es danach trotzdem nicht mehr. „Es war so, dass wir ihnen mit jeder gelungenen Aktion dann irgendwie Minute für Minute den Stecker gezogen haben. Und spätestens nach dem ersten Tor von uns war allen klar, dass da nichts mehr anbrennt“, meinte der 34-Jährige.
Nach Seidls Tor waren fast nur noch die mehr als 500 mitgereisten Grazer Anhänger zu hören, während zahlreiche Fans der Hearts frühzeitig das Stadion verließen. „Unsere Fans sind unglaublich, sie geben richtig Gas, auch auswärts unter der Woche in Schottland“, sagte Seidl.
Warten auf nächsten Gegner
Die nächste internationale Reise führt sie in die Türkei oder nach Polen, am Mittwochabend verteidigt Fenerbahce Istanbul bei Gornik Zabrze eine 1:0-Führung aus dem Hinspiel. Spieltermine sind dann der 4./5. und 11. August. Zuvor gilt es, in der Liga bei WSG Tirol am Samstag einen perfekten Ligastart hinzulegen.