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Nächster NEOS-Rücktritt: Das sind die Hintergründe

· Politics

Philipp Pointner, NEOS-Spitzenkandidat bei der Grazer Gemeinderatswahl, trat überraschend aus der Partei aus und gab sein Gemeinderats-Mandat ab. Was der steirische Parteichef Niko Swatek sagt und was die Hintergründe sind. 

Es war ein politischer Paukenschlag mitten in der themenarmen Urlaubszeit: Philipp Pointner, Spitzenkandidat der NEOS bei der Grazer Gemeinderatswahl, löschte Montagvormittag seinen Instagram-Account und trat aus allen WhatsApp-Gruppen aus. Gleichzeitig bekamen die steirischen Pinken von der Bundespartei die Nachricht, dass Pointner bereits am 2. Juli sein Parteibuch zurückgeschickt hatte.

Dass der Gemeinderat sein ihm zustehendes Mandat nicht annimmt, erfuhr die steirische Geschäftsführerin Lena Berner überhaupt erst durch eine Onlinemeldung der „Steirerkrone“. Er selbst hatte seine Kollegen darüber nicht informiert, weder auf Anrufe noch auf Nachrichten reagiert.

Immer klarer wird mittlerweile, warum sich der Dirigent so still und heimlich aus der Politik verabschiedet hat. Nur wenige Tage vor der Gemeinderatswahl war im „Standard“ ein Artikel erschienen, in dem sich vier NEOS-Mitglieder überaus kritisch über den Grazer Spitzenkandidaten geäußert hatten. „Dass dieser Angriff quasi von innen kam, hat ihn tief getroffen“, erzählt ein Insider. Dazu kam das schlechte Abschneiden am 28. Juni: Pointner hatte sogar mit einem Stadtratsposten kokettiert, mit einem Minus hatte niemand gerechnet.

„NEOS sind keine Sesselkleber-Partei“
„Die Erwartungshaltung war tatsächlich eine ganz andere, wir hatten auf ein Wachstum gehofft“, sagt Steiermark-Chef Niko Swatek zur „Krone“. „Nach diesem Wahlergebnis ist der Schritt von Philipp Pointner daher nachzuvollziehen und zu respektieren.“ Auch der Rückzug von NEOS-Mitbegründer Matthias Strolz sei damals für viele überraschend gekommen, insofern sei Pointners Entschluss nur konsequent: „NEOS sind keine Sesselkleber-Partei wie andere.“

Hegt Swatek Groll gegenüber Pointner? „Nein, ich danke Philipp für sein Engagement und wünsche ihm alles Gute für seine große Leidenschaft, die Musik!“