Politik

Neuer britischer Premier tappt in Chat-Falle

Neuer britischer Premier tappt in Chat-Falle

Eine vermeintliche Vertraute von US-Präsident Donald Trump hat den britischen Premierminister Andy Burnham offenbar in einen kurzen Chat verwickelt. Burnham räumt den Kontakt ein, betont aber, er habe rasch Verdacht geschöpft und die Angelegenheit gemeldet. Für sein Verhalten schämt er sich nach eigenen Angaben nicht.

„Es gab einen minimalen Austausch – nichts von Bedeutung -, ich habe schnell begriffen, dass das gemeldet werden muss, und das habe ich getan“, sagte Burnham nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Rande eines Termins in Wolverhampton.

Burnham: „Ich habe alles richtig gemacht“
Der britische Premierminister betonte, Politiker seien oft mit solchen Situationen konfrontiert. „Ich habe alles richtig gemacht“, sagte Burnham demnach weiter.

Zuvor hatte „Politico“ am Montag unter Berufung auf Beamte berichtet, Burnham habe Nachrichten mit einer Person ausgetauscht, die behauptet habe, Susie Wiles zu sein. Wiles ist die Stabschefin von US-Präsident Trump. Burnham sei dem Bericht zufolge misstrauisch geworden. Die britische Regierung hatte die Angaben zunächst nicht bestätigt.

Bereits US-Politiker im Visier
Der Fall erinnert an eine bereits im vergangenen Jahr bekannt gewordene Betrugsmasche. Das FBI hatte Berichten zufolge Ermittlungen eingeleitet, nachdem Senatoren, Gouverneure und US-Geschäftsleute Nachrichten und Anrufe von einer Person erhalten hatten, die sich als Trumps Stabschefin ausgegeben hatte.

Wiles ist als Stabschefin dafür zuständig, den Regierungsalltag des US-Präsidenten zu organisieren.

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