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Nevrivy will Skandal aussitzen – kein Rücktritt!

· Politics

Kein Bezirksvorsteher ist so oft in dubiose Machenschaften verwickelt wie Ernst Nevrivy. Das schadet der ganzen SPÖ.

Wer sich dieser Tage in der SPÖ umhört, der stößt schnell auf das Wort Dinosaurier. Ein solcher sei nämlich Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher der Donaustadt, heißt es von vielen Genossen. Welche Gattung? Präzisieren will das niemand, aber in der Außenwahrnehmung ist es wohl ein Velociraptor, der sich aufführt wie ein Tyrannosaurus rex – und genauso viel Schaden anrichtet in der Partei.

Die Urzeitechsen sind bekanntlich ausgestorben, der Polit-Dinosaurier Nevrivy will ein frühzeitiges Ende nicht hinnehmen und setzt auf seine bewährte Methode im Umgang mit Skandalen aller Art: schweigen und aussitzen.

„Ein Bürgermeister, der nichts kann“
Was den Genossen in Wien aufstößt, ist weniger Nevrivys Beurteilung des Parteichefs. In der viel zitierten Runde im Weinkeller, den schon Walter Ruck mit einem schweren Kater bezahlen musste, schimpft der Donaustädter über Babler wie ein Rohrspatz: Der „Bürgermeister, der nichts kann“ sei – wir formulieren es diplomatisch – dem Alkohol sehr zugeneigt und selbst Nevrivy intellektuell unterlegen, was Nevrivy dementsprechend „deprimierend“ findet.

„Was uns aber wirklich schadet, sind seine Privatisierungs-Phantasien. Dass ein Sozialdemokrat Gemeindebauwohnungen verklopfen will, spricht in Wahrheit gegen alles, wofür die SPÖ steht“, sagt ein Rathaus-Insider. Mit dem Zusatz: „In einer echten Welt könnte sich einer wie Nevrivy nicht mehr halten.“

Der Bezirksvorsteher selbst sieht das anders. Auf die Frage, ob und wann er denn zurücktritt, antwortet Ernst Nevrivy: „Nein!“ Und weiter: „Kein Kommentar.“ Seine liebste Taktik.

Heisln, Wienwert und die Kleingärten
Dabei hat kein Bezirksvorsteher so viel auf dem Kerbholz wie Nevrivy.

Und so wird der Polit-Dinosaurier weiterhin durch den Wiener Jurassic Park wüten. Es sei denn, Bürgermeister Michael Ludwig stoppt ihn endlich.