Die New Yorker Golffans sind berüchtigt. Das bekam 2025 Rory McIlroy beim Ryder Cup zu spüren, als er unter der Gürtellinie beschimpft wurde. Bei den US Open im Shinnecock Hills Golf Club auf Long Island geriet nun sogar ein amerikanischer Landsmann ins Visier der Zuschauer. Der spätere Sieger Wyndham Clark wurde systematisch demontiert.
Fans riefen seiner Kugel hinterher, sie solle im Bunker landen. Ein Zuschauer wurde des Platzes verwiesen, nachdem er gerufen hatte: „Versag nicht, Wyndham!“ Zuschauer jubelten bei verzogenen Bällen oder vergebenen Putts. Hintergrund: Der Amerikaner provoziert gerne, ist unbeliebt.
Im Vorjahr vor Wut Spind zerstört
Vor kurzem zog er bei den Canadian Open in Toronto während der Runde ein Eishockey-Dress von Jack Hughes, der im Olympia-Finale gegen die Kanadier das Siegestor der Amerikaner erzielt hatte, an, provozierte so die Zuschauer. In den USA sammelte er dicke Minuspunkte, als er 2025 nach dem verpassten Cut bei den US Open wütend seinen Spind in der Garderobe kaputt schlug. Einen Sturm der Empörung ab es, als er heuer beim US Masters in Augusta sagte, von Kindern beim Par-3-Contest umgeben zu sein, sei eine „großartige Empfängnisverhütung“.
„Habe es mir selbst eingebrockt“
Dazu wollten die New Yorker auch einen anderen Sieger sehen: Scottie Scheffler, der an seinem 30. Geburtstag den Karriere-Grand-Slam jagte.“ Clark sagte: „Ich habe es mir irgendwie selbst eingebrockt. Immer wenn jemand etwas Negatives zu mir sagte, habe ich es aber durch etwas Positives ersetzt.“
Scheffler: „Das war aus meiner Sicht zu viel“
Scheffler hatte keinen Spaß mit der Stimmung: „Das war aus meiner Sicht zu viel.“ Der Sieger hielt fest: „Es war hart. Die Fans wollten nicht, dass ich gewinne. Ich bin stolz auf mich. Es hätte mir wirklich entgleiten können.“ Am Ende blieb von seinen sechs Schlägen Vorsprung, die er vor der Finalrunde hatte, nur noch einer übrig: „Klar hätte ich gern deutlicher gewonnen, aber solange man gewinnt, ist es egal.“