Nordico: Der Tod rückt mitten ins Leben
Zwischen Urne, Leichenschmaus und Graffiti-Sarg: Die Ausstellung „Death Positive“ im Linzer Stadtmuseum Nordico macht das Unvermeidliche – den Tod – zum Thema einer Schau. Das passt zu Allerheiligen am 1. November, an diesem Feiertag gedenken viele ihrer Verstorbenen.
Der Tod gehört zum Leben. Er begleitet uns ständig, auch wenn wir ihn oft ausblenden. Die neue Ausstellung „Death Positive. Gestorben wird immer“ im Linzer Stadtmuseum Nordico lädt dazu ein, ihm zu begegnen: offen, neugierig, nachdenklich und manchmal sogar mit einem Lächeln.
Wir alle sind sterblich, egal ob arm oder reich
Trotzdem fällt es vielen schwer, über das Lebensende zu sprechen. Erst wenn Verlust, Krankheit oder Abschied näher rücken, drängen sich Fragen auf: Was geschieht mit unserem Körper? Welche Entscheidungen müssen getroffen werden? Wie wollen wir erinnert werden? Und was hilft uns, mit Trauer umzugehen?
Ein Sammelsurium rund ums Thema
In der Schau „Death Positive“ (bis 4. April) bekommt man darauf Antworten, weil mit Sterben, Tod und Trauer vielfältig beleuchtet wird. Man widmet sich den kulturellen, sozialen, religiösen, medizinischen und wirtschaftlichen Dimensionen des Sterbens. Man erfährt, wie unterschiedlich Menschen Abschied nehmen und erinnern.
Der Tod regt humorvolle Kuriositäten an
Zwischen Klappsarg und Urne, Bucket List und Leichenschmaus, traditionellen Ritualen und neuen Bestattungsformen eröffnet sich ein vielschichtiger Blick auf unsere Endlichkeit. Dafür hat man eine Fülle an Kunstwerken, Installationen, Video-Interviews sowie Objekten aus Sammlung und Leihgaben inszeniert.
Auch Linz und seine Friedhöfe kommen vor. Passend zu Allerheiligen am 1. November kann man in der Schau innehalten und auch neue Lebensperspektiven gewinnen: Denn am Ende geht es nicht um den Tod, sondern um das, was bleibt. Und das sind Beziehungen, Erinnerungen und die Frage, wie wir leben wollen – und was wird davon verwirklichen.