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Parteiausschluss, weil er eine neue Liste gründete

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Weil er aus der FPÖ ausgeschlossen wurde, legte der ehemalige Vizebürgermeister Berufung ein. Die Antwort überraschte ihn. Denn der ursprüngliche Ausschlussgrund – die Zustimmung zum Sparpaket – wurde inhaltlich nicht überprüft.

Marcus Berlosnig ist fassungslos. Das FPÖ-Landesparteigericht hat die Berufung gegen seinen Parteiausschluss aus der FPÖ Neunkirchen im Oktober 2025 als unzulässig zurückgewiesen.

Kurz zur Vorgeschichte: Noch im Oktober 2025 war er als FPÖ-Vizebürgermeister in Neunkirchen im Amt. Weil es damals um die Finanzen der Stadt nicht rosig stand, stimmte Berlosnig mit weiteren sechs FPÖ-Mandataren gemeinsam mit Koalitionspartner ÖVP für ein weitreichendes Sparpaket.

Bereits im Vorfeld hieß es von FPÖ-Landesgeschäftsführer Helmut Fiedler, dass „jeder FPÖ-Mandatar, der dem Budgetkonzept zustimme, aus der Partei ausgeschlossen wird“. Sieben von damals neun FPÖ-Mandataren stimmten aber trotzdem für die Sparmaßnahmen und wurde allesamt ausgeschlossen. Berlosnig legte gegen den Ausschluss Berufung ein. Jetzt, erst ein Jahr später, kam die Antwort vom Landesparteigericht: „Die Berufung wird als unzulässig zurückgewiesen“, heißt es darin.

Kein logischer Grund für Parteiausschluss
Die Begründung: „Meine Kandidatur bei der Gemeinderatswahl im Mai 2026 für die unabhängige Bürgerliste ‚Wir für Neunkirchen‘ habe zum automatischen Ende meiner FPÖ-Mitgliedschaft geführt“, so Berlosnig. Was aber nichts mit dem tatsächlichen Ausschluss sieben Monate davor zu tun hätte, meint er. Zudem könne eine Kandidatur für eine Bürgerliste nicht mit einem Beitritt zu einer anderen Partei gleichgestellt werden. Und: „Das Parteigericht hat die Berufung als unzulässig zurückgewiesen, ohne auch nur einen der ursprünglichen Ausschlussgründe inhaltlich zu prüfen!“

Für Berlosnig bleibt die entscheidende Frage somit weiterhin unbeantwortet: „War mein Parteiausschluss vom Oktober 2025 rechtmäßig?“ Weiter unternehmen wird er in der Causa jedoch jetzt nichts mehr. „Es gibt keinen Weg zurück zur FPÖ und er war auch nicht geplant.“