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Parteitag der Tiroler ÖVP mit bayerischer Note

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Ein Jahr vor der Landtagswahl im Herbst 2027 begeht die Tiroler Volkspartei am Samstag im Innsbrucker Congress einen sogenannten „Grundsatzparteitag“. Dabei sollen rund 300 Delegierte zum ersten Mal ein eigenes „Grundsatzprogramm“ beschließen. Mit Spannung wird auch der Auftritt von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet.

Weniger Bund, mehr Tirol: Im Zuge des Parteitages am Samstag will man per Statutenänderung auch eine „Tirol-Mitgliedschaft“ ins Leben rufen. Es soll künftig möglich sein, ausschließlich Mitglied der Tiroler ÖVP zu werden, ohne automatisch auch der Bundes-ÖVP anzugehören.

„Inhaltlich von Bundespolitik emanzipieren“
Man wolle die Tiroler ÖVP „inhaltlich von der Bundespolitik emanzipieren“, machten Landesparteiobmann Landeshauptmann Anton Mattle und die Seinen im Vorfeld keinen Hehl daraus, Distanz zu ebendieser und damit auch zur Bundes-ÖVP halten zu wollen. Es gehe um mehr Eigenständigkeit und das Herausstreichen von Werten wie „Eigentum, Leistung und Familie“.

Der Grundsatzparteitag begann bereits um 11 Uhr, die Delegierten diskutieren bis zum frühen Abend in Kapiteln über die erarbeiteten Leitlinien und beschließen sie. Kontroverse Diskussionen sind nicht zu erwarten.

Abendveranstaltung mit Söder und Co. im Fokus
Am Abend folgt dann der eigentliche schwarze Höhepunkt: Die Abendveranstaltung mit erwarteten über 1000 Teilnehmern unter dem Titel „Aufbruch für Tirol“: Als Ehrengäste und Redner werden Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP), Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner (ÖVP) und vor allem der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder erwartet.

Damit soll eine „Achse geschmiedet“ werden, wie es hieß. Diese ist wegen der Person Söder nicht unumstritten, bezieht der Ministerpräsident doch in Sachen Transit teils durchaus gegensätzliche Positionen.