Polen: „Östliches Schild“ steht erst am Anfang
Polen ist an seiner Ostgrenze nach den Worten von Regierungschef Donald Tusk „sicherer als je zuvor“. Der Aufbau des „östlichen Schildes“ gegen Russland werde jedoch trotz stetiger Investitionen nie abgeschlossen sein.
In Krakau sagte der liberalkonservative Politiker, das Land bemühe sich zudem, seine Kapazitäten bei der Luftverteidigung zu erhöhen, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP.
Eine Schlüsselrolle spiele dabei das Programm „Östliches Schild“, das durch den Ausbau von Befestigungen an der Grenze Polens zu Russland und Belarus die Sicherheit des Landes erhöhen soll, so Tusk.
Dazu gehören Panzersperren und Betonhindernisse, aber auch Überwachungs- und Drohnenabwehrsysteme. Die Europäische Union beteiligt sich über ihr Verteidigungsprogramm „SAFE“ an der Finanzierung des Projekts.
Tusk: Wir stehen erst am Anfang
„Der Aufbau des östlichen Schildes wird nie abgeschlossen sein, denn ein sehr wichtiger Bestandteil ist die ständige Modernisierung der Luftverteidigung“, sagte Tusk. „Wir stehen erst am Anfang dieses Weges.“
Im vergangenen Jahr waren mehrere Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen. Die polnische Regierung hatte bereits nach der russischen Annexion der Krim auf eine deutliche Stärkung der NATO-Ostflanke gedrängt.