Wie geht es nach Österreichs WM-Aus mit unseren Nationalspielern weiter? Diese Frage wird sich in den kommenden Tagen und Wochen beantworten. Mit Marko Arnautovic verabschiedet sich jedenfalls schon ein langjähriger Schlüsselspieler. Teamchef Ralf Rangnick möchte nun erst einmal kühlen Kopf bewahren und hadert mit einer verpassten Chance.
Das WM-Aus gegen Spanien (0:3) im Sechzehntelfinale hat seine Spuren hinterlassen. Die Enttäuschung bei den Österreichern ist groß – zwar ist man an einem der Topfavoriten gescheitert, über das Ende des gemeinsamen WM-Abenteuers kann das aber nicht hinwegtrösten.
Zumal es auch das Ende mindestens einer Ära bedeutet. Mit Marko Arnautovic verabschiedet sich mit Ende der WM auch eine ÖFB-Ikone tränenreich aus dem Team. Gut möglich, dass nicht nur seine Zeit im Teamdress vorbei ist. Die Spekulationen um die Zukunft von David Alaba haben auch richtig Fahrt aufgenommen.
Es gibt mehrere Fragezeichen
Der 34-Jährige verriet nach dem Match: „Es geht jetzt erst einmal darum, das alles zu verarbeiten. In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich mir überhaupt keine Gedanken über meine Zukunft gemacht.“ Auch hinter Michael Gregoritsch (32), Florian Grillitsch (30) oder Phillipp Mwene stehen derzeit wenigstens kleine Fragezeichen. Selbst um den bei der WM so starken Alex Schlager (30) gibt es Spekulationen. Folgt also bald der große ÖFB-Umbruch?
Teamchef Rangnick will den Ball flach halten und erklärt, dass es zunächst einmal darum geht, die emotionalen Tage bei der WM zu verarbeiten. Erst anschließend sieht man, wie es mit einzelnen Spielern weitergeht. Vielmehr versucht er schon jetzt, die Ziele für die Zukunft zu formulieren: „Österreich soll regelmäßig an Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen“.
Zumal der Teamchef allgemein mit seiner Mannschaft zufrieden ist und nach der Niederlage gegen die Spanier mit einer Szene hadert: „Bis zum 0:1 waren wir absolut im Spiel. Wir hatten die eine oder andere Situation, die wir mit etwas mehr Mut oder besser hätten ausspielen können. Die Chance von Michael Gregoritsch war natürlich eine Schlüsselszene. Wenn du gegen Spanien so eine Möglichkeit bekommst und sie nutzt, steht es plötzlich 1:0.“