Rapid: Der nächste Akt im Schotten-Spektakel
„Es war wild, magisch, einfach geil“, strahlte Ercan Kara. „Jeder, der da war, wird diesen Abend nie vergessen“, pflichtete der damalige Rapid-Trainer Peter Stöger bei. Wenn der grün-weiße Charter (wohl ohne den erneut verletzten Jakob Schöller) heute nach Edinburgh abhebt, flammen bei allen die Erinnerungen wieder auf.
Ein Jahr ist es her, dass die Hütteldorfer bei Dundee United in der Quali nach der Pause ein 0:2 in ein 2:2 verwandelten, dann im ersten Europacup-Elferschießen der Geschichte mit 4:3 eiskalt blieben!
Rapid gegen Schotten – das ist oft großes Kino! Klar, der Skandal gegen Celtic von 1984, der Flaschenwurf auf Rudi Weinhofer in Glasgow, das heroische 1:0 bei der Wiederholungspartie im hasserfüllten Old Trafford überstrahlt alles. Emotional war es aber auch, wie Rapid unter Trainer-Vulkan Hans Krankl 1989 Aberdeen eliminierte. Und Nikica Jelavic 2009 mit seinem Tor schon nach drei Minuten bei der brisanten Rückkehr in den Celtic Park die schottischen Fans verstummen ließ. Und 2018 ging zwar das Debüt von Didi Kühbauer als Rapid-Trainer mit einem 1:3 im Ibrox-Park schief, aber am letzten Spieltag wurde mit einem 1:0-Heimsieg gegen die Rangers der Aufstieg in die K.-o.-Phase der Europa League groß gefeiert.
Die Schotten liegen Rapid. Hoffentlich auch die Hearts. Es kann auch gerne wieder wild werden ...