Rapid: Vom Mythos bleibt nur die Erinnerung
Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Rainer Bortenschlager ...
Ob ÖFB-Sportchef Peter Schöttel, Rene Wagner, Jimmy Hoffer, Christian Keglevits, Ümit Korkmaz, Steffen Hofmann, Michi Hatz oder der letzte Meistertrainer Peter Pacult, also grün-weiße Helden mehrerer Epochen – sie alle „liefen“ gestern gemeinsam auf den grünen Rasen. Und das sogar im Rapid-Trikot. Doch es war kein Legenden-Match, sie trugen und präsentierte den neuen, dritten (Ausweich)-Zwirn der Hütteldorfer. Der im Stil des „St. Hanappi“ gehalten ist, weil sich die Eröffnung des Weststadions 2027 zum 50. Mal jährt. Viel Geschichte.
Eine bessere Einstimmung auf einen großen Europacup-Abend hätte es nicht gegeben können. Lange gehörte der Mythos der „magischen Nächte“ ja Rapid: Dynamo Dresden, Sporting Lissabon, Feyenoord – die Liste ist lang. Und alt. Jetzt, nach dem unfassbaren 5:1 gegen Celtic, spricht, nein schwärmt, alles zurecht vom LASK.
Aber auch bei Rapid war gestern alles angerichtet, die 1:0-Führung, Überzahl, Serge Philippe Raux-Yao mit Turban wie einst Carsten Jancker, die späte Rettung ins erste Europacup-Elfmeterschießen in Hütteldorf überhaupt
Es hätte ein denkwürdiger Abend werden können. Stattdessen verabschiedete sich Rapid vorzeitig aus Europa. Das kann teuer werden. Wie teuer, Stichwort Abgänge, wird sich zeigen. Noch ist ja auch das Transferfenster offen. Und der Kader zu groß.