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Red Bull Racing auf Diät, Verstappen-Zukunft offen

Red Bull Racing auf Diät, Verstappen-Zukunft offen

Sein Bolide hat bereits abgespeckt, dennoch reist Max Verstappen seit langer Zeit wieder in der Jägerrolle nach Spielberg. Ob der Niederländer auch 2027 für Red Bull Racing an den Start gehen wird, bleibt hingegen offen ...

Die Frage nach der Zukunft von Max Verstappen bei Red Bull Racing beschäftigt die Formel 1 schon lange. Rund um den Großen Preis von Österreich nimmt das Thema wieder Fahrt auf, denn erstmals seit vielen Jahren reist der vierfache Weltmeister nicht als Favorit zum Rennen in Spielberg am Sonntag (15 Uhr). Angesichts der sportlichen Krise beim Austro-Rennstall wächst die Ungewissheit, ob Verstappen seinen bis Ende 2028 laufenden Vertrag bei den Bullen erfüllen wird.

Verstappen will Rennen gewinnen, das ist seit der Regelrevolution in diesem Jahr aber noch nicht gelungen. In den ersten sieben Saisonrennen fuhr er erst einmal aufs Podium, ein dritter Platz in Montreal ist für die Ansprüche des Niederländers freilich zu wenig. Aus dem Verstappen-Lager gab es zuletzt deshalb klare Botschaften. „Wir möchten den Weg mit Red Bull weitergehen und Max seine Karriere hier beenden – aber natürlich mit der Möglichkeit zu gewinnen“, betonte sein Manager Raymond Vermeulen bei der „Sport Bild“.

Zieht Verstappen seine Ausstiegsklausel?
Vermeulen bestätigte, dass Verstappen in seinem Vertrag wie üblich eine Ausstiegsklausel besitzt. „Wir haben aber nie eine eingelöst. Im Gegenteil. Wir waren immer loyal und werden es auch bleiben“, erklärte er. Ein klares Bekenntnis von Verstappen, auch 2027 fix für Red Bull zu fahren, blieb bisher aber aus. Gerüchten zufolge soll der 28-Jährige seine Ausstiegsklausel zum Jahresende aktivieren können, sollte er zur Sommerpause Ende Juli keinen Spitzenplatz in der WM-Wertung belegen. Derzeit findet sich Verstappen nur auf Rang sieben wieder, bei den Konstrukteuren ist Red Bull nur die vierte Kraft hinter Mercedes, Ferrari und McLaren.

Beim Heimrennen in der Steiermark soll das bisher größte Upgrade-Paket der Saison die Bullen wieder näher an die Spitze heranführen, wie die niederländische Tageszeitung „Telegraaf“ berichtete. Zudem wurde das Gewicht des bisher zu schweren RB22 auf das erlaubte Mindestgewicht reduziert. Das Auto benötige eine Diät, sagte Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies zuletzt in Barcelona und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Auch wenn es in Österreich gutes Essen gibt.“

Berger gefällt Verstappens Jägerrolle
Verstappen befindet sich heuer jedenfalls in der ungewohnten Jägerrolle. „Es wäre wünschenswert, wenn Max diese Rolle annehmen würde“, sagte Gerhard Berger im APA-Gespräch über den fünffachen Spielberg-Sieger. Und dabei zeigt, dass er auch „ein Weltmeister im Unterstützen und im Aufbau“ ist. Die bisherige Leistung von Red Bull ordnet Österreichs letzter Grand-Prix-Sieger realistisch ein. „Sie ist eigentlich über dem, was man erwarten hat können“, betonte der Tiroler. Es sei aufgrund des neuen Motorenreglements nicht zu erwarten gewesen, „dass Max um die Weltmeisterschaft mitfahren kann.“

Um die Konkurrenzfähigkeit der Bullen macht sich Berger aber keine Sorgen. „Die Historie zeigt, dass Red Bull immer am Drücker bleibt und auch wieder Rennen gewinnen wird.“ Beim Motor habe das Team gemeinsam mit Ford einen „sehr guten Job“ gemacht. Das bestätigte auch die FIA. Denn zumindest bei der Leistungsmessung des Verbrennungsmotors vom Automobil-Weltverband liegt Red Bull sogar an der Spitze – und hat dadurch weniger Upgrades bei der weiteren Entwicklung der neuen Hybridantriebe zur Verfügung.

Beim Chassis spüre man den Abgang von Adrian Newey und vielen anderen, sagte Berger. „Unterm Strich reden wir von drei, vier Zehntel. Das ist alles in einem Fenster, wo man sagen kann: Nächstes Jahr ist man wieder vollkommen konkurrenzfähig“, erklärte der 66-Jährige. Verstappen wird auf jeden Fall hoffen, dass er schon früher wieder um Siege mitfahren kann.

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