Red Bulls Rad-Superstar kritisiert Teamkollegen
Mit einer Machtdemonstration auf der sechsten Etappe der Tour de France sorgte Tadej Pogačar für eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg. Der Teilstück-Vierte Remco Evenepoel konnte mit seinem Ergebnis gut leben. Nicht aber mit der Darbietung seines Teamkollegen...
Nicht einmal eine Woche ist bei der Tour de France vorüber – und im österreichisch-deutschen Radrennstall Red Bull-Bora-Hansgrohe kracht es bereits. Denn Remco Evenepoel, der belgische Superstar, äußerte scharfe Kritik an seinem Teamkollegen Florian Lipowitz. „Ich war wütend, und das zu Recht“, erklärte der Doppel-Olympiasieger von 2024 im Interview mit dem Medium „Sporza“.
Die beiden „Rad-Bullen“, die auf dem Papier als Co-Kapitäne ihres Teams gelten, kamen in einer Verfolgergruppe hinter Sieger Tadej Pogacar und dem zweitplatzierten Jonas Vingegaard ins Ziel. Evenepoel musste sich im Sprint gegen den Mexikaner Isaac del Toro geschlagen geben. Genau für dieses Duell hatte sich der Belgier aber Unterstützung von Lipowitz erhofft.
„Das hat mich wütend gemacht“
Evenepoel verwies auf seine Helferdienste bei der Katalonien-Rundfahrt im März: „Da bin ich für ihn 30 Kilometer an der Spitze gefahren. Ich habe gebeten, dass (bei der sechsten Etappe der Tour de France, Anm.) ein zusätzlicher Kilometer an der Spitze gefahren wird und das wurde abgelehnt.“ Der mehrfache Weltmeister weiter: „Das hat mich wütend gemacht, und darüber werden wir noch genauer reden müssen.“
Noch ist öffentlich nicht bekannt, wie die Analyse beim österreichisch-deutschen Radrennstall zum ersten teaminternen Aufreger der Tour ausgefallen ist. Zur guten Stimmung dürfte Evenepoels Interview aber nicht beigetragen haben.