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Reges Interesse! Rapid-Kapitän kurz vor Abschied?

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Charaktertest, Reaktion, Angst vor neuerlicher Negativspirale – davon will Rapid vor dem Bundesliga-Duell mit Sturm nichts wissen. Steht Kapitän Matthias Seidl kurz vor dem Abschied aus Hütteldorf?

„Bislang hat keiner an meine Tür geklopft, gesagt, dass er gehen will. Alle bekennen sich zu Rapid, haben die richtige Einstellung“, blendet Trainer Hoff Thorup die Gerüchte aus. Wohl wissend, dass es am „Ende der Transferphase immer hektisch wird“. Und Grün-Weiß nach dem Play-off-Aus gegen die Hearts ohne Europacup zu Verkäufen „gezwungen“ sein wird. Noch geht der Däne davon aus, dass er morgen Amane und Co. zur Verfügung hat. Einzig Marcelin fällt mit einer neuen Knieverletzung rund zehn Wochen aus.

Aber natürlich wird gegen Sturm rotiert. Die 120 Minuten und das verlorene Elferschießen gegen die Schotten stecken in den Knochen und den Köpfen. Und jetzt warten drei Spiele in sechs Tagen. Ein Charaktertest?!

Der perfekte Kapitän
Denn natürlich rumort es rund um Hütteldorf. Parallelen zum kapitalen Absturz nach einem ähnlich guten Saisonstart vor einem Jahr werden gezogen. „Es ist ein emotionaler Klub“, versteht das Hoff Thorup. „Aber wichtig ist, dass wir im Verein, im Team ruhig sind. Das sind wir. Wir haben acht Siege und zwei Remis. Es gibt keinen Grund, nicht an uns zu glauben.“

Für den Dänen wird der Sturm-Hit daher auch nicht zu einem Charaktertest, es braucht auch keine Reaktion – Hoff Thorup: „Wir müssen einfach weitermachen.“

Dem pflichtet Matthias Seidl bei: „Natürlich muss man aufpassen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, in einer Negativspirale zu stecken“, versichert der 25-Jährige. „Aber wir sind jetzt als Mannschaft gewachsen, können Rückschläge wegstecken und zurückschießen. Wir lassen uns von diesem einen Ergebnis nicht beeinflussen.“

Für Hoff Thorup ist Seidl der perfekte Kapitän, um voranzugehen: „Nicht der, der schreit, laut ist, führt ein Team. Sondern der, der weiß, was ein Team braucht. Matti denkt bei jeder Entscheidung zuerst an die Mannschaft, statt an sich.“ Gegen Sturm läuft Seidl bereits zum 100. Mal in der Bundesliga für Rapid auf – doch es könnte auch das letzte Mal sein. Klubs aus Belgien, den Niederlanden und Polen zeigen reges Interesse. Es könnte jetzt schnell gehen. Doch zuvor möchte der Kapitän mit Rapid nach dem Hearts-Schock ein positives Zeichen setzen ...