Regierung bremst Preise für Studenten-Wohnheime
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten für Österreichs Studenten. Ab dem nächsten Jahr greift die Bundesregierung wieder in die „Mieten“ bei gemeinnützigen Studentenwohnheimen ein. Zehn Millionen Euro pro Jahr fließen fortan direkt in die Heime.
Für die Universitäten gibt es Milliarden weniger, für die Studenten dafür Millionen mehr. Mitten im Streit um die üppigen Rektoren-Gehälter und Kürzungen beim Uni-Budget hat SPÖ-Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner jetzt einmal frohe Kunde: Die Wohnheimförderung für Studentenwohnheime wird nach 16 Jahren wieder reaktiviert. Zehn Millionen Euro gibt es bereits ab dem Jahr 2027 jährlich für gemeinnützige Heime. Und wie aktuelle Erhebungen zeigen, wird jeder Cent davon bitter benötigt.
Wohnkosten immer höher
Laut der Studierenden-Sozialerhebung des Jahres 2025 kostet ein Platz im Studentenheim im Durchschnitt 501 Euro im Monat – und damit 61 Prozent mehr als noch im Jahr 2015. Für viele Studierende ist das eine enorme Belastung. Insgesamt wenden Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, durchschnittlich 586 Euro im Monat für das Wohnen auf. Zwölf Prozent leben in einem Studierenden- oder Wohnheim. Gerade gemeinnützige Heime sind wichtig, damit junge Menschen auch mit einem kleineren Budget in Hochschulstädten wohnen und studieren können.
Hilfe fürs Börserl der Eltern
Die Wiedereinführung der Förderung soll gemeinnützige Träger dabei unterstützen, leistbare Wohnplätze zu schaffen und zu erhalten. Denn gerade Studierendenheime sind für viele junge Menschen eine wichtige Möglichkeit, während des Studiums bezahlbar zu wohnen. „Leistbares Wohnen ist eine Grundvoraussetzung für faire Bildungschancen. Wenn die Kosten für ein Zimmer immer weiter steigen, müssen wir handeln. Mit zehn Millionen Euro jährlich unterstützen wir gemeinnützige Studierendenheime und setzen uns dafür ein, dass ein Studium nicht am Geldbörserl der Eltern scheitert“, stellt die Ministerin gegenüber der „Krone“ klar.