Kriegschroniken

Russland attackiert Getreideschiffe mit Drohnen

Russland attackiert Getreideschiffe mit Drohnen

Russland hat am Dienstag zwei Getreideschiffe im Schwarzen Meer mit Drohnen angegriffen. Eine weitere russische Drohne traf ein Handelsschiff im Hafen von Odessa. Drei Menschen wurden nach Behördenangaben bei den Attacken getötet.

Bei Angriffen auf Hafeninfrastruktur in der Region Odessa sei ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff von einer Drohne getroffen worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. „An Bord brach ein Feuer aus. Leider wurden zwei Menschen getötet.“

Kapitän getötet
Im Schwarzen Meer seien außerdem zwei unter tansanischer und liberianischer Flagge fahrende Handelsschiffe angegriffen worden, erklärte Kiper. Der Kapitän eines der beiden Schiffe sei dabei getötet worden. Die übrigen elf Besatzungsmitglieder, von denen drei verletzt worden seien, wurden nach Angaben des Gouverneurs in Sicherheit gebracht.

„Kriegsverbrechen gegen globale Ernährungssicherheit“
Kiper erklärte, die im Schwarzen Meer angegriffenen Schiffe hätten die für den Export ukrainischen Getreides vorgesehenen Korridore befahren. „Jeder dieser zynischen feindlichen Angriffe stellt ein Kriegsverbrechen gegen die friedliche Bevölkerung, die zivile Schifffahrt und die globale Ernährungssicherheit dar“, betonte der Gouverneur. Die Region Odessa und ihre Hafeninfrastruktur sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 regelmäßig Ziel russischer Angriffe.

20 russische Schiffe getroffen
Die Ukraine attackierte ihrerseits in der Nacht auf Mittwoch 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer mit Drohnen. Dabei seien 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schlepper getroffen worden, erklärte der Kommandant der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi.

Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihre Angriffe auf Schiffe im Asowschen Meer verstärkt, dem Nebenmeer des Schwarzen Meeres zwischen Russland und der Krim. Das Seegebiet dient als wichtige Transportroute für die Versorgung der annektierten Halbsinsel sowie den Export russischer Agrarprodukte.

Vielleicht verpasst