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Russland nimmt Dieselausfuhren wieder auf

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Nach dem Diesel-Deal mit den USA hat Russland seine Dieselausfuhren wieder aufgenommen. Daten des Anbieters LSEG zufolge wurde im Ostsee-Hafen Primorsk am Dienstag ein Tanker mit rund 40.000 Tonnen schwefelarmem Diesel beladen. Das Schiff befinde sich auf dem Weg nach Marokko.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche erklärt, Russland habe zugestimmt, die Weltmärkte mit Diesel zu versorgen. Das soll die Kraftstoffpreise senken. Seine Regierung setzte daraufhin die US-Sanktionen gegen russischen Treibstoff vorübergehend aus, die wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt worden waren. Trump und seine Republikaner stehen vor den Zwischenwahlen zum Kongress Anfang November wegen der Spritpreise unter Druck, die sich im Zuge des von den USA begonnenen Krieges gegen den Iran massiv verteuert haben.

Lieferungen trotz westlicher Sanktionen gegen russische Unternehmen
Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak sagte, es liefen Verhandlungen zwischen Russland und den USA, um einen Vertrag über die Diesellieferungen fertigzustellen. Es werde ein Mechanismus gesucht, der die Lieferungen trotz der westlichen Sanktionen gegen russische Unternehmen ermögliche.

Nowak hatte bereits am Montag erklärt, Russland könne seine Dieselausfuhren bis zum Jahresende auf drei bis 3,5 Millionen Tonnen pro Monat steigern. Dies entspreche dem üblichen Exportvolumen des Landes. Russland hatte nach der Vereinbarung mit den USA am 10. Oktober ein eigenes teilweises Ausfuhrverbot für Diesel aufgehoben. Dieses war verhängt worden, weil ukrainische Gegenangriffe auf russische Raffinerien zu Engpässen in Russland geführt hatten.