„Ich will mich kurzfassen. Niemand weiß davon. Mit sofortiger Wirkung trete ich von meinem seit 18 Monaten ausgeübten Amt zurück“, hat Trabzonspors Trainer Fatih Tekke nach dem blamablen Quali-Aus in der Europa League gegen Ferencvaros beschlossen, die Segel zu streichen. Das Problem: Sein Klub erlaubt es ihm nicht.
Nach der 0:1-Pleite im Hinspiel erwischte es die Türken in der ungarischen Hauptstadt noch schlimmer, mit 0:4 mussten sich Mohamed Salah und Co. geschlagen geben.
„Niemand weiß davon“
Um unangenehme Gesprächen vorzubeugen, erklärte Tekke nach Schlusspfiff aus freien Stücken seinen Rücktritt als Cheftrainer des Vereins. „Diese Strafe mir selbst aufzuerlegen, ist wohl mein gutes Recht. Ab heute bin ich weg. Ich habe dem Vorstand meinen Rücktritt nicht mitgeteilt. Ich sage das zum ersten Mal im Fernsehen. Niemand weiß davon. Nur die Leute in der Sendung wissen es“, verkündete der 48-Jährige gegenüber dem Sender „a spor“.
„Die heutige Niederlage ist nicht hinnehmbar. Pech kann man akzeptieren, aber das hier kann ich nicht akzeptieren. So kann ich auch nicht schlafen. Möge mir jeder vergeben“, so Tekke weiter.
„Nicht akzeptiert“
Blöd nur, dass ihm das Vorhaben nicht gestattet wurde, in einer Stellungnahme erklärte Trabzonspor: „Unser Trainer Fatih Tekke hat im Zuge der emotionalen Belastung durch die Niederlage nach dem Spiel gegen Ferencvaros seinen Rücktritt erklärt. Der Vorstand von Trabzonspor hat den Rücktritt unseres Trainers Fatih Tekke nicht akzeptiert.“ Tekke werde seine Funktion als Coach fortführen und im Ligaspiel gegen Amedspor auf der Trainerbank Platz nehmen. Dass die nächsten Wochen im Verein harmonisch ablaufen, darf bezweifelt werden ...