Voice of Freedom Повна версія

Schauspiel-Newcomerin masturbiert auf der Bühne

· Culture

Kerzenschein, zarte Berührungen an intimen Stellen und wohlige Laute – die meisten sind beim Liebesspiel an sich selbst wohl gerne alleine. Emily Schmeller hingegen schauen Dutzende Leute beim Solo-Akt zu. 

Die Schauspielerin masturbiert in ihrer Rolle auf der Bühne des Kleinen Theaters in Salzburg-Stadt. „Für mich war immer klar, dass ich keine explizite Nacktheit zeigen will. Ich deute es anders an, indem ich zum Beispiel am Sessel auf und ab hüpfe und mit meinen Hüften hin und her rutsche“, erklärt die 33-jährige Mimin.

Denn so spaßig sich das Ganze auch anhören mag, das Schauspiel „Der kleine Tod“ widmet sich einem ernsten Thema: psychischer Gesundheit und Zwängen. Dazu gehört eben auch das Masturbieren.

Das Solo-Schauspiel, das auch schon für einen Streaming-Dienst als Serie verfilmt wurde, dreht sich um das Leben von Psychotherapeutin Margarete. Neben einem spielsüchtigen Hund und ihrem eigenen Trieb hat sie auch noch mit diversen Problemen ihrer Klienten zu kämpfen.

Mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor und viel schräger Situationskomik haben Schmeller und Regisseurin Caroline Richards die teilweise doch recht tristen Thematiken für das Publikum verpackt.

Geschrieben hat die Salzburgerin das Stück komplett selbst – und dafür sogar Förderungen von Land und Stadt Salzburg erhalten. Den „kleinen Tod“ in weiterer Folge auch auf die Kinoleinwand zu bringen, wäre Schmellers Traum.