Riesengroßer Schiri-Frust bei unseren Nachbarn: Das aberkannte Tor zum 2:1 von Jonathan Tah in der Verlängerung sorgt für erhitzte Gemüter. Legende Stefan Effenberg spricht von einem „fatalen Fehler“: „Das darf bei einer WM nicht passieren!“
In die Trauer über das blamable WM-Aus gegen Paraguay mischte sich im deutschen Lager auch Ärger. Referee Jalal Jayed aus Marokko und die Video-Schiedsrichterin Tatiana Guzman aus Nicaragua rückten ins Zentrum der Diskussionen. Die Aberkennung des Tores von Jonathan Tah in der 102. Minute wegen eines angeblichen Foulspiels von Waldemar Anton an Orlando Gill bezeichnet Bundestrainer Julian Nagelsmann als „Vollskandal“.
Auch Legende sauer
Ähnlich urteilt Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg. Paraguays Keeper habe die Berührung durch Anton dankend angenommen. „Der Schiedsrichter und die Video-Assistenten sind darauf wie Anfänger reingefallen, so deutlich muss man das sagen. Ich verstehe diese Entscheidung einfach nicht. So ein – in diesem Falle aus deutscher Sicht - fataler Fehler darf bei einer WM nicht passieren“, meint Effenberg bei „t-online“.
Klopp mit Arsenal-Vergleich
Jürgen Klopp, der mehr denn je als kommender Bundestrainer gehandelt wird, verweist auf das zuletzt gängige Stilmittel bei Standards. „Fakt ist, wenn dieses Tor irregulär ist, dann wird Arsenal nicht englischer Meister. Ich glaube, die haben 60 Prozent ihrer Tore so geschossen“, sagt die Trainer-Ikone bei Magenta TV.
Blocks gegen den Torwart
Was Klopp damit meint: Bei Eckbällen werden immer wieder Spieler für Blocks gegen den Torwart im Fünfmeterraum eingesetzt. Arsenal hat das in der vergangenen Saison perfektioniert und eine Reihe von Toren nach einer Ecke erzielt. Deutschlands vermeintlicher Siegtreffer wurde jedoch aberkannt – und die einstige Topnation muss nun die bittere Heimreise antreten ...