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Schöttel: „Spiel kann unentschieden ausgehen“

· Sport

„Es ist klar, dass das ein enges Spiel wird. Ein enges Spiel kann auch unentschieden ausgehen“, so ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel vor Österreichs letztem Gruppenspiel gegen Algerien, indem beiden Teams schon ein Remis zum Aufstieg reichen könnte.

Die Konstellation hat sich Österreichs Fußball-Nationalteam nicht ausgesucht. Ein Remis am Sonntag (4 Uhr MESZ) im abschließenden Gruppenspiel der WM in Nordamerika dürfte sowohl Österreich als auch Algerien in die K.o.-Phase spülen. Spätestens bei Anpfiff in Kansas City werden beide Teams genau Bescheid wissen, mit welchem Ergebnis sie auch als einer der acht besten Gruppendritten weiter wären. „Das macht es schon spannend“, sagte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel.

Österreich und Algerien würden in der Weltrangliste nahe zusammenliegen – auf den Positionen 24 bzw. 28. „Es ist klar, dass das ein enges Spiel wird. Ein enges Spiel kann auch unentschieden ausgehen“, meinte Schöttel. Er gehe aber nicht davon aus, dass das zwangsläufig so sein müsse. „Ich denke schon, dass beide versuchen werden zu gewinnen.“

Spanien kein Wunschgegner
Internationale Medien befürchten in Anlehnung an die „Schande von Gijon“ bei der WM 1982, als ein Nichtangriffspakt beim 0:1 zwischen Österreich und Deutschland ausgerechnet Algerien aus dem Turnier gekegelt hat, bereits die „Schande von Kansas City“. Die Historie würde laut Schöttel bei den aktuellen Teams jedoch keine Rolle spielen. „In diesem Spiel ist die Tabellensituation in der Gruppe das Hauptthema – und nicht, was vor 44 Jahren passiert ist. Es geht um das Hier und Jetzt.“

  In diesem wartet auf den Gruppenzweiten im Sechzehntelfinale der Sieger der Gruppe H, also mit großer Wahrscheinlichkeit Topfavorit Spanien – laut Schöttel „etwas, das man sich nicht wünscht“. Bei einem Remis würde Österreich Zweiter bleiben. „Über allem steht, dass man die Vorrunde übersteht“, sagte der ÖFB-Sportchef. „Wichtig ist für beide Teams, dass sie in die nächste Runde kommen.“

Modusanpassung von Dreier- auf Vierergruppen
Die prekäre Ausgangssituation ergibt sich aus dem neuen WM-Modus, in dem acht von zwölf Gruppendritten weiterkommen. „Für diese Konstellation kann weder Algerien, noch können wir etwas“, betonte Schöttel.

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  Ursprünglich hatte die FIFA bei der WM-Aufstockung von 32 auf 48 Teams mit 16 Dreiergruppen geplant, in denen jeweils die zwei besten Teams aufstiegen sollten. Weil ein Team dann aber zwingend spielfrei gewesen wäre, wurde die Gefahr von Absprachen vor der letzten Runde kritisiert. Erst im März 2023 beschloss der Weltverband die Änderung auf das aktuelle Format mit zwölf Vierergruppen – mit dem für ihn positiven wirtschaftlichen Nebeneffekt, dass die Gesamtzahl der Spiele noch einmal von den geplanten 80 auf nun 104 anstieg.

Kurze Pause vor der K.o.-Phase
Mit Dreiergruppen hätte man sich zwar die Rechenspiele erspart. „Trotzdem finde ich, dass Vierergruppen schon auch etwas haben“, sagte Schöttel. Jedes qualifizierte Team habe dadurch zumindest drei Turnierspiele. In der dritten Partie würden bereits aufgestiegenen Mannschaften mitunter Spieler einsetzen, die sonst nicht so oft zum Einsatz kommen – auch das habe laut Schöttel Einfluss auf den Turnierverlauf.

Dass Österreich als allerletztes im Einsatz befindliches Team ganz genau wisse, was es zum Aufstieg benötige, hatte Teamchef Ralf Rangnick zuletzt als „Vorteil“ bezeichnet. Schöttel: „Dafür haben andere wieder mehr Zeit, sich auf das Sechzehntelfinale vorzubereiten.“ Bei den Österreichern könnten zwischen dem Gruppenfinale und dem ersten K.o.-Spiel im Extremfall nur drei Tage liegen. Bleiben sie Zweiter, haben David Alaba und Co. zumindest vier Tage Pause.