Schumacher: „Verstappens trauen nahezu niemandem“
Wie Ralf Schumacher vermutet, hat sich Max Verstappen vor allem aus einem Grund gegen einen Wechsel und für eine Vertragsverlängerung bei Red Bull entschieden: dem Misstrauen gegenüber der Konkurrenz ...
Vor wenigen Tagen hatte die überraschende Meldung die Runde gemacht. Verstappen hat seinen Vertrag bei Red Bull Racing bis 2030 verlängert – das, obwohl sich die Boliden von McLaren und Mercedes in den vergangenen Monaten und Jahren konkurrenzfähiger erwiesen als der RB22.
Wieso also der Verbleib beim österreichischen Rennstall? „Es fehlten wohl die Alternativen. Zuletzt war ja immer wieder McLaren im Gespräch. Aber die haben wohl das Geld nicht zusammenbekommen“, so Schumachers Vermutung. Gegenüber der „Bild“ meinte er außerdem: „Dazu kommt, die Verstappens trauen nahezu niemandem. Und McLaren fährt mit einem Mercedes-Motor, wo es Gerüchte gibt, dass Mercedes nicht alles an Know-how sofort an seine Kundenteams weitergibt.“
Bei Red Bull „am besten aufgehoben“
Auch aus Sicht von McLaren sei das ein Risiko gewesen, ist der deutsche Experte überzeugt. „Wenn Verstappen gewinnt, liegt es am Fahrer. Wenn er verliert, hätte es geheißen, dass nicht mal er mit dem Auto gewinnen kann. Und wir dürfen nicht vergessen, wie es Hamilton nach seinem Wechsel gegangen ist. Er hat sich ohne Tests im neuen Auto sehr schwergetan. Ich glaube, dass Max bei Red Bull am besten aufgehoben ist. Das ist ein Team, das er kennt und das alles für ihn tut.“
Beflügelt hat Verstappen die Vertragsverlängerung jedenfalls noch nicht. Beim letzten Grand Prix in Zandvoort schied der Lokalmatador bereits in der ersten Runde aus, nachdem er sein Auto in einer Rechtskurve in die Bande manövriert hatte.