Aufregung am Rande der Fußball-Weltmeisterschaft: Liverpools Ex-Starcoach Jürgen Klopp brach ein Interview ab, nachdem er zu den Rassismusvorwürfen gegen Bastian Schweinsteiger, der beim Großereignis ebenfalls als Experte im Einsatz ist, befragt worden war.
Zur Vorgeschichte: Bastian Schweinsteiger wurde vorgeworfen, während des deutschen WM-Spiels gegen die Elfenbeinküste rassistische Äußerungen gemacht zu haben. Über die Spielweise der Westafrikaner meinte der Weltmeister bei seiner Analyse in der ARD: „Ein bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, so ein bisschen wild ist, vielleicht manchmal auch nicht ganz so von der Taktik geprägt ist.“
Ein Satz, der vor allem im Netz für viel Gesprächsstoff sorgte. Afrikanischen Mannschaften werde damit indirekt ein geringeres taktisches Verständnis zugeschrieben, beschwerte sich unter anderem der Sport-Creator Patrick Schnitzler in einem Instagram-Video über die Wortwahl von „Schweini“.
„Sie bringen mich damit in eine Zwickmühle“
Jetzt wurde auch Jürgen Klopp zu dem Thema, das vor allem in Deutschland für Wirbel gesorgt hatte, befragt. „Nein, nein, ich habe keine Chance, diese Frage so zu beantworten, dass es allen gefällt. Sie bringen mich damit in eine Zwickmühle“, so der Experte von MagentaTV.
Weiters betonte er: „Es ist nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es allen gefällt, aber das ist ein ernstes Thema. Und ich weiß nicht einmal, was man dazu angemessen sagen kann. Für Afrikaner ist es das eine, für andere wieder etwas anderes. Und ich bin nicht hier, um zu sagen, was richtig ist.“ Kurz darauf brach Klopp, der sichtlich wenig Freude mit der Frage hatte, das Interview ab ...