Markus Söder kam als prominenter Gast zum Parteitag der Tiroler VP und lieferte mehr als nur den erwarteten medialen Glanz.
Bayern ist Tirol näher, als es die Staatsgrenze vermuten lässt. Geografisch und politisch. Der bayerische CSU-Ministerpräsident Markus Söder wurde beim Parteitag am Samstag in Innsbruck gefeiert. Schließlich verbinde die ÖVP und die CSU Freundschaft, wie Söder betonte.
Grundsatzprogramm und Söders Auftritt in der Kritik
Doch nicht alle teilten die Begeisterung. Die FPÖ ortet im neuen Grundsatzprogramm der VP Ähnlichkeiten zu den Freiheitlichen. Ironisch bedankte sich FPÖ-Klubobmann Markus Abwerzger dafür: „Jahrelang sind die Freiheitlichen für ihre Position kritisiert worden, nun steht sie im eigenen Programm.“ Birgit Obermüller, Klubobfrau der NEOS, wirft Mattle vor, sich auch von 80 Jahren Regierungsarbeit abzugrenzen.
Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser wiederum kritisiert den „roten Teppich in Autobahnbreite“, der für Markus Söder und Südtirols LH Arno Kompatscher angesichts der ungelösten Transitproblematik ausgelegt wurde. Mattle und die VP müssten endlich die Ursachen der Belastung bekämpfen, statt die Lösung in die Zukunft zu verschieben.
Für einen Schockmoment sorgte Seniorenbundobfrau Patrizia Zoller-Frischauf. Nach ihrer Rede stürzte sie beim Verlassen der Bühne. Nach der notärztlichen Erstversorgung musste sie in die Innsbrucker Klinik gebracht werden.