„So weit hat mich Gott nach HIV-Diagnose gebracht“
„Seht, wie weit Gott mich seit meiner HIV-Diagnose gebracht hat.“ Sagt Magic Johnson, einer der größten Basketballer der Geschichte. Vor 35 Jahren machte der einstige Superstar der LA Lakers seine Infizierung öffentlich. Heute zieht er Bilanz. Positiv, optimistisch, lebensbejahend.
„Gott hat mich nie aufgegeben“, sagt Johnson anlässlich des „35-Jährigen“: „Und ich habe immer den Glauben bewahrt.“ Sehr pathetisch geht‘s die Basketball-Legende an, wenn er über sein Leben mit dem HI-Virus sinniert. Am Sonntag meldete sich der inzwischen 67-Jährige via „X“ bzgl. seines heutigen Zustands zu Wort. Dabei bedankte er sich bei seiner Familie, Freunden und Fans für die Gebete über all die Jahre. Seinen guten Zustand führte er auch auf seinen Glauben zurück. Er erfreue sich – 35 Jahre nach der Diagnose – bester Gesundheit und großer Dankbarkeit, am Leben zu sein.
Weltweit aufsehenerregend
Am 7. November 1991 hatte Earvin „Magic“ Johnson als 32-Jähriger die Presse über seine Infektion mit dem HI-Virus informiert. „Daher werde ich meine Karriere als Basketball-Profi beenden“, erklärte er in ein seinem weltweit aufsehenerregenden Pressestatement.
Bei den Olympischen Spielen 1992 war er noch im US-Team in Aktion – zuvor noch von den Fans in die Startaufstellung des NBA-All-Star Games gewählt, wo er auch schon überragend agiert hatte. Dann bereitete er sich an sich schon auf die neue NBA-Saison 1992/93 vor, spielte diese letztlich aber doch nicht, weil er meinte, seine Rückkehr wäre auf zu große Ablehnung gestoßen. Und doch kehrte Johnson noch einmal in die NBA zurück: Von 1994 bis 1996 geigte er noch einmal für die LA Lakers.
Zu Beginn der 90er-Jahre war die Folgekrankheit AIDS in der Gesellschaft oft mit Drogensüchtigen oder Homosexuellen in Verbindung gebracht worden. Die Infektion des heterosexuellen Sportlers veränderte die öffentliche Wahrnehmung stark. Johnson betonte schon bei der Verkündung, dass er nicht aufgeben werde. Er erklärte der Presse, dass sein Leben weitergehe und er ein glücklicher Mann bleiben wolle. Was ihm offenbar, wie sich 35 Jahre später zeigt, gelungen ist.