Spanien bricht bei der WM mit uralter Tradition
Mit Rodri als Kapitän schreibt Spanien bei der Weltmeisterschaft Geschichte und bricht damit eine alte Tradition.
Während die Fußball-WM 2026 am Donnerstag feierlich eröffnet wird, muss Spanien noch bis Montag auf seinen ersten Auftritt warten. Zum Auftakt trifft der Europameister auf Kap Verde (15. Juni, 18 Uhr). Alles andere als ein Sieg wäre für die Spanier eine große Überraschung.
Im Mittelpunkt wird dabei auch Kapitän Rodri stehen. Der 29-Jährige sorgt bereits vor dem ersten Anpfiff für ein historisches Novum.
Ende einer langen Tradition
Denn noch nie zuvor führte ein spanischer Kapitän seine Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft aufs Feld, ohne gleichzeitig in der spanischen La Liga zu spielen. Diese Tradition endet nun mit Rodri, der bei Manchester City in der Premier League unter Vertrag steht.
„Eine andere Erfahrung“
Die Liste seiner Vorgänger ist prominent besetzt: Emilio Butragueño, Fernando Hierro, Raúl, Iker Casillas, Sergio Ramos oder zuletzt Sergio Busquets bei der WM 2022 – sie alle spielten zum Zeitpunkt ihrer Kapitänsrolle in Spanien. Rodri ist sich der Bedeutung seiner neuen Aufgabe bewusst. „Für mich wird sich nicht viel ändern, da ich diese Rolle bereits ausgeübt habe, aber die Kapitänsbinde hier zu tragen, wird schon eine andere Erfahrung sein. Ich werde versuchen, den Leuten eine Stütze zu sein und ihnen bei allem zu helfen, was ich kann.“
Zum Mannschaftsrat gehören außerdem Dani Carvajal und Álvaro Morata, der Spanien noch bei der EM 2024 als Kapitän aufs Feld geführt hatte.
Zurück nach schwerer Verletzung
Für Rodri ist die WM der vorläufige Höhepunkt bewegter Jahre. Nach dem Gewinn des Ballon d‘Or im Jahr 2024 folgte eine schwere Knieverletzung, die den Mittelfeldstrategen beinahe ein Jahr außer Gefecht setzte. Mittlerweile hat sich der Manchester-City-Star zurückgekämpft und zählt wieder zu den wichtigsten Spielern im Team von Nationaltrainer Luis de la Fuente. Der 64-Jährige setzt bei der WM voll auf seinen Führungsspieler, nicht nur im Auftaktspiel gegen Kap Verde, sondern auch in den weiteren Gruppenspielen gegen Saudi-Arabien (21. Juni, 18 Uhr) und Uruguay (27. Juni, 2 Uhr).
Und aus spanischer Sicht soll Rodri die „La Furia Roja“ auch noch durch viele weitere K.-o.-Spiele führen.