Spiel-Abbruch nach Rudelbildung und Schlägerei
Zu unschönen Szenen kam es am Sonntagnachmittag im Salzburger Fußball-Unterhaus. Bei der Partie zwischen 2. Klasse Süd-Tabellenführer Hüttau/Filzmoos und Bad Gastein ging es nach 88 Minuten so rund, dass der Unparteiische keine Alternative mehr sah und abbrach.
Was war geschehen? Sportlich lagen die Gäste mit 4:2 auf Siegkurs. Hausherren-Sektionsleiter Albert Greimeister sah es so: „Es gab ein Foulspiel. Dann sind Spieler aneinander geraten.“ Gastein-Coach Iskender Karakaya ergänzte: „Die Nummer vier von ihnen hat unsere Nummer elf, unser bester Spieler, von hinten attackiert. Der hat sich umgedreht und zurückgeschlagen. Das ärgert mich natürlich, weil das nicht passieren darf.“
Die Folge: Zuschauer liefen aufs Feld, davon scheinbar etliche Unbeteiligte, die keinem der beiden Klubs zuzuordnen sind. Von den Ersatzbänken stürmten ebenso alle aufs Feld. „Da ist es sicher zwei, drei Minuten rund gegangen. Es waren keine Ordner da, also hat der Schiedsrichter abgebrochen“, sagte Karakaya. Der selbst wie etliche andere, die die Lage beruhigen wollten und mitten im Gedränge standen, die rote Karte sah. Immerhin: Nach ersten Berichten beider Seiten passierte nichts Gröberes, gab es keine Verletzten.