Statement! FIFA wittert Kampagne gegen Infantino
Der Fußball-Weltverband stellt sich weiterhin schützend vor seinen Präsidenten Gianni Infantino. In einer Stellungnahme, die die FIFA am Samstagabend veröffentlicht hat, wird von „Unterstellungen und Falschinformationen“ geschrieben, um den gebürtigen Schweizer aus dem Amt zu befördern.
Die Meldungen rund um den umstrittenen Verbandsboss reißen nicht ab. Zuletzt machte die Meldung die Runde, einer ehemaligen Mitarbeiterin Infantinos sei zu dessen Zeit als UEFA-Generalsekretär beim Ausscheiden aus dem europäischen Verband eine sechsstellige Summe gezahlt sowie ein MBA-Studium an einer Business School finanziert worden. Der Verdacht: Zwischen dem Funktionär und der Angestellten lief mehr als nur eine berufliche Beziehung.
Nachdem Infantino außerdem versucht hatte, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, droht die UEFA mit einem WM-Boykott, Norwegens Verband um Präsidentin Lise Klaveness fordert den 56-Jährigen als erste Nation zum sofortigen Rücktritt als FIFA-Präsident auf.
„Entschlossener denn je“
Der Weltverband allerdings verteidigt Infantino, so heißt es in der Stellungnahme der FIFA etwa: „Der Präsident wurde (...) gewählt und übt sein Amt weiterhin auf Grundlage des Mandats aus.“ Infantino habe zu bedeutenden Veränderungen im Fußball beigetragen, während zunehmend deutlich werde, „dass einige Akteure gemeinsam und fortlaufend versuchen, die FIFA und ihren Präsidenten zu untergraben“. Tatsachen seien verdreht und Falschinformationen gestreut worden, die FIFA sei dennoch entschlossener denn je, die Mission, den Fußball wirklich global zu machen, zu erfüllen.