21 Weltcupsiege, drei WM-Medaillen und zum krönenden Abschluss auch noch Silber bei den Olympischen Spielen 2026 in Italien. Doch jetzt beendet Snowboard-Ass Sabine Payer ihre tolle Karriere: „Die Silbermedaille war ein tolles Happyend – nach 16 Saisonen im Weltcup ist es der richtige Zeitpunkt.“
Mit den Siegen bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2009 im japanischen Nagano (Paralell-Riesentorlauf) und 2010 im neuseeländischen Snow Park (Parallel-Slalom) zeigte Payer, die damals noch unter ihrem Mädchennamen Schöffmann antrat, früh ihr großes Potenzial. Der Stern ging dann endgültig beim Heimevent im Dezember 2014 auf, als sie im Montafon den Weltcup-Parallelslalom gewann.
49 Podestplätze im Weltcup
Es folgten inm den nächsten zwölf Jahren weitere 20 Weltcupsiege, davon 13 im Einzel und acht im Team. Insgesamt holte sie auf der höchsten Ebene grandiose 49 Podestplätze. Zweimal sicherte sich die heute 33-Jährige die große Kristallkugel im Parallelbewerb.
Nur ein Olympiastart
Mit Großereignissen hat Payer lange gehadert. Erst 2023 gab‘s in Bakuriani (Georgien) mit Bronze im Slalom und Silber im Mixed-Team mit Andi Promegger zwei Medaillen. 2025 legte das Duo in St. Moritz dann Team-Bronze drauf. Der absolute Höhepunkt folgte aber bei Olympia 2026, als Payer bei ihrem ersten und einzigen Olympiastart (2018 war sie verletzt, 2022 verhinderte ein positiver Corona-Test das Antreten!) die Silbermedaille holte.
Heimsiege als Highlight
Ein weiteres Highlight waren natürlich die vier Weltcupsiege auf ihrem Hausberg Simonhöhe: „Das war für mich ganz besonders, der Sport hat mir so viel zurückgegeben.“
„Wehmut ist dabei“
Doch nun ist es für Payer Zeit, die Snowboard-Schuhe an den Nagel zu hängen: „Die Olympischen Spiele mit dem Gewinn der Silbermedaille waren ein unglaublich schönes Happy End und ein cooler Abschluss einer genialen Zeit, in der ich viel erleben durfte. Ich war schon froh, dass ich bei meiner Vorgeschichte in Livigno tatsächlich am Start gestanden bin. Umso schöner war es dann, Silber zu gewinnen und die Gratulationen vieler Konkurrentinnen entgegenzunehmen, die sich mit mir mitgefreut haben. Es ist keine einfache Entscheidung, die Karriere zu beenden. Natürlich ist auch etwas Wehmut dabei, aber es ist nach 16 Saisonen im Weltcup der richtige Zeitpunkt und fühlt sich auch richtig an.“