Das Grazer Theater im Keller feiert seinen 75. Geburtstag und ist damit eines der ältesten freien Bühnen Mitteleuropas. Zum Jubiläum schenkt man sich selbst eine Reise ans Meer – nur auf der Bühne natürlich.
Im Jahr 1951 wurde in Graz der Verein „Die Spielvögel“ ins Leben gerufen und, nachdem man seinen ersten fixen Spielort in einem Keller in der Merangasse gefunden hatte, in Theater im Keller umbenannt. Seit 1973 ist die Truppe um Alfred Haidacher nun schon in der Münzgrabenstraße 35 beheimatet und widmet sich dort mit Herzblut der Uraufführung heimischer Dramatiker und Dramatikerinnen sowie der Pflege gutnachbarschaftlicher Beziehungen.
Hier begannen viele Karrieren
Zahlreiche große Namen der österreichischen Theaterszene haben hier die ersten Schritte auf den Brettern, die ja die Welt bedeuten, gesetzt, darunter Franz Morak, Wolfram Berger, Erhart Koren, Walter Bartussek, Ernst M. Binder, Raimund Wallisch, Martina Zinner, Pia Hierzegger oder Martina Poel.
Dieser Tage feiert die Institution – das TiK ist das älteste kontinuierlich arbeitende freie Theater Mitteleuropas und wohl eines der ältesten der Welt – seinen 75. Geburtstag. In die Zukunft blickt man jedoch eher mit Sorgenfalten: Zuletzt wurden dem Theater rund 30 Prozent der Landesförderung gestrichen – „versehen mit der Drohung, die Unterstützung ganz einzustellen“, wie Haidacher der „Krone“ berichtet.
Auftragsstück zum 75er
Eher klein fällt daher das Fest aus, zu dem man am kommenden Freitag lädt. Ins Zentrum rückt man dort ohnehin viel lieber die Kunst: An dem Abend feiert nämlich die Jubiläumsproduktion „Graz liegt am Meer“ Premiere, ein dramatischer Dreiteiler, für den Günther Eichberger, Cordula Simon und Mike Markart verantwortlich zeichnen – zu sehen bis 14. November.