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Tibet-Aktivist zündet sich vor UNO-Gebäude an

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Ein Mann hat sich vor dem UN-Hauptquartier in New York in Brand gesetzt und ist ums Leben gekommen. Mit diesem Akt wollte er gegen China und für die tibetische Unabhängigkeit protestieren.

In einem Video ist zu sehen, wie der Mann vor dem UNO-Hauptquartier die tibetische Flagge hisst und sich kurz darauf selbst in Brand setzt. Laut der Exilregierung Tibets handelt es sich um den Pro-Tibet-Aktivisten Loga Rangzen. Kurz vor der Selbstentzündung hatte er in einem Livestream auf Facebook zur Unabhängigkeit Tibets und zur Einigkeit unter den Tibetern aufgerufen.

Guterres „bestürzt“
Nach Angaben der Polizei erlag der Mann in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres teilte mit, er sei „bestürzt über den tragischen und schrecklichen Vorfall“.

Gesetz bedroht Minderheiten
Ein weiterer Pro-Tibet-Aktivist erklärte, Loga Rangzen habe gegen Chinas neues Gesetz zur Assimilation ethnischer Minderheiten protestiert. Das Gesetz, das im März vom Nationalen Volkskongress verabschiedet wurde und am Mittwoch in Kraft trat, zielt darauf ab, in China eine „gemeinsame“ nationale Identität zu schaffen und den „Zusammenhalt“ zu stärken. Aktivisten im Ausland kritisierten, das Gesetz werde die Rechte ethnischer Minderheiten wie der Uiguren und Tibeter weiter einschränken.

China hatte die Himalaya-Region Tibet 1950 gewaltsam eingenommen, seit 1965 ist Tibet eine autonome Region. Das buddhistische Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, lebt seit mehr als 50 Jahren im Exil. Die Zentralregierung in Peking betrachtet ihn als Staatsfeind. Die eigentlich autonome tibetische Regierung sitzt im Exil in Indien.