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Traditionsklub frustriert: Tauziehen um WM-Kicker

Traditionsklub frustriert: Tauziehen um WM-Kicker

Während sich Argentinien-Torhüter Emiliano Martinez auf das WM-Halbfinale gegen England (Mittwoch ab 21 Uhr – im sportkrone.at-Liveticker) vorbereitet, tobt im Hintergrund ein Kampf um seine sportliche Zukunft. Traditionsverein Juventus Turin hat den Routinier als Wunschlösung auserkoren, findet in den Verhandlungen aber bisher keinen Durchbruch. 

Aktuell ist Martinez bis 2029 an Premier-League-Verein Aston Villa gebunden. Die Engländer haben auch kein großes Interesse, den Torhüter abzugeben – wenn, dann soll der 34-Jährige wenigstens noch ordentlich Geld in die Kassen spülen. Zwölf Millionen Euro hat man laut „Gazzetta dello Sport“ als Ablösesumme ausgerufen. 

Ein Preis, den der größte Interessent nicht zahlen will. Juventus Turin hat längst offenbart, dass Martinez die absolute Wunschlösung ist. Der Argentinier soll – vielleicht als zweifacher Weltmeister – das Tor der Italiener hüten und dort das Erbe von Michele Di Gregorio antreten, der nicht mehr das Vertrauen der Bosse genießt. 

Vorstellungen liegen weit auseinander
Mit Martinez hat man sich offenbar schon auf die grundsätzlichen Rahmenbedingungen einigen können. Einem Wechsel soll der 34-Jährige nicht abgeneigt sein – wenngleich er bei der WM zuletzt auch einige Bekenntnisse in Richtung Aston Villa sendete. Einem Wechsel nach Turin inklusive Stammplatzgarantie würde er aber dennoch nicht im Wege stehen.

Vielmehr sind es die Verhandlungen zwischen den Klubs, die den Transfer immer schwieriger erscheinen lassen. Immer wieder hat Juventus versucht, den Preis für Martinez zu drücken. Das bisher finale Angebot der Italiener soll bei rund sieben Millionen Euro liegen. 

Suche nach Alternativen
Die Antwort von der Insel? „Martinez wird bei uns bleiben, wir haben keineswegs die Absicht, ihn diesen Sommer ziehen zu lassen. Die Mannschaft braucht sein Engagement und seine große Erfahrung, und er ist ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Projekts für die kommende Saison.“ 

Martinez selbst macht keinen Druck und will nicht in das Tauziehen hineingezogen werden – sein Fokus liegt voll und ganz auf der Jagd nach dem zweiten WM-Titel in Folge. Erst nach Ende des Turniers wird er sich – wenn überhaupt – in die Verhandlungen zwischen den Klubs einschalten. Eine Situation, die Juventus zunehmend frustriert. Mittlerweile ist man schon auf der Suche nach Alternativen und ist erstmals bereit, sich von seinem Wunschspieler loszusagen. Klarheit wird aber erst nach Ende der WM herrschen. 

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