Trainer entschuldigt sich: „Sehr, sehr peinlich!“
Nach dem 1:1 zum Bundesliga-Auftakt am Samstag hat sich Philipp Semlic bei Gegner Sturm Graz entschuldigt. „Das ist sehr, sehr peinlich“, sagte der WSG-Tirol-Trainer mit Fingerzeig auf den Rasen im Innsbrucker Stadion.
Schon vor dem Duell hatte Philipp Semlic die Stadionsituation in Tirol scharf kritisiert. Nach Schlusspfiff legte er nach. „Ich bin immer ein Mann klarer Worte und kann es nur wiederholen: Wenn ein Champions-League-Gegner wie Sturm Graz hier zu Gast ist, der zuletzt bei den Hearts auf einem ‘Golfplatz‘, wie Fabio Ingolitsch es gesagt hat, gespielt hat, dann da spielen muss. Dann muss ich mich hier bei Sturm Graz entschuldigen“, meinte Semlic im Sky-Interview (Video unten).
Und weiter: „Es ist sehr, sehr peinlich für uns, dass wir nur diesen Rasen bieten konnten. Es tut mir leid für die Grazer, dass sie da heute spielen haben müssen. Wir übernehmen da die volle Verantwortung!“
Weil am Vortag Wacker Innsbruck in seinem Heimstadion gegen Schwarz-Weiß Bregenz in die neue Zweitliga-Saison gestartet war, war der Rasen in einem derart schlechten Zustand. Innsbruck dient der WSG noch bis zur 2027 geplanten Fertigstellung der eigenen, bundesliga-tauglich adaptierten Heimstätte in Wattens als Ausweichquartier.
„Zwei verlorene“ Punkt für Sturm
Zum Sportlichen: Vizemeister Sturm dominierte zwar in Innsbruck gegen die WSG vor allem in der zweiten Hälfte, scheiterte aber entweder an Abseitsstellungen oder Goalie Salko Hamzic. „Es ist fast ein Rätsel, wie wir es geschafft haben, dieses Spiel nicht zu gewinnen. Die Effizienz der letzten Wochen haben wir nicht an den Tag legen können, deswegen tut es richtig weh“, erklärte Trainer Fabio Ingolitsch und sprach von „ganz klar zwei verlorenen Punkten“.
Die Steirer sind zwar seit 17 Bewerbspartien ungeschlagen, verloren aber nach dem optimalen Saison-Pflichtspielstart mit drei Zu-Null-Siegen ihre weiße Weste. Bereits am Mittwoch wartet im Drittrunden-Hinspiel der Champions-League-Qualifikation auswärts Fenerbahce Istanbul.
Die Tiroler sind im Europacup nur in der Zuschauerrolle, für sie war der Punktgewinn gegen die Grazer ein großer Erfolg. „Mehr war nicht drin, so ehrlich muss man sein. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, meinte Semlic.