Trump erklärt dem Iran den „Wirtschaftskrieg“
Was die Straße von Hormuz betrifft, ist es den USA noch nicht gelungen, der Blockade durch den Iran etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen. Nun will US-Präsident Donald Trump offenbar den Druck erhöhen: Er drohte dem Iran mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“.
Jedes Land, das mit dem Iran zusammenarbeite, müsse ebenfalls mit „GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social. Trump steht. Der US-Präsident steht innenpolitisch stark unter Druck – auch weil er in seinem Krieg gegen den Iran seit Wochen keine offensichtlichen Erfolge für sich verbuchen kann. Weder auf diplomatischer noch auf militärischer Ebene scheint es in seinem Sinne voranzugehen.
Iran sieht in Trumps Drohungen nur „Propagandakampagne“
Bislang zeigte sich der Iran von Trumps wiederholten Drohgebärden unbeeindruckt. Die iranische Nachrichtenagentur Fars erklärte auf Telegram. Seine Behauptungen seien bloß als übliche „psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne“ zu verstehen. Dies sei „keine neue Entwicklung, da die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen, jegliche finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran zu unterbinden“. Der Iran habe jedoch „gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert“.
Trump könnte Sanktionen gegen Iran ausweiten
Auch dieses Mal wählte Trump scharfe Worte. So sprach er von „Maßnahmen historischen Ausmaßes“ und der „verheerendsten Wirtschaftsoperation“, die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei. Schon seit längerem gelten Sanktionen der USA gegen den Iran. Nun scheint Trump diese erneut ausweiten zu wollen. „Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister, Tarnfirmen – all das muss sofort gestoppt werden“, schrieb Trump weiter.
Wie genau der US-Präsident die Führung in Teheran in die Knie zwingen will, blieb zunächst aber offen. Ebenso die Frage, welche Konsequenzen Ländern drohen, die den Iran „unterstützen“. Damit könnten vor allem Staaten wie Russland, Indien oder China gemeint sein, die weiterhin iranisches Öl beziehen. Der Ölexport ist die wichtigste Einnahmequelle des islamistischen Machtapparats im Iran.
Verhandlungen stocken
Erst vor wenigen Tagen war eine Frist abgelaufen, bis zu der zentrale Streitfragen der beiden Länder geklärt werden sollten – wie beispielsweise über das iranische Atomprogramm. Wesentliche Fortschritte scheint es allerdings nicht gegeben zu haben. Nach Worten Trumps vom Dienstag gab es zuletzt keine laufenden Verhandlungen mehr.