Käfigkampf vor dem Weißen Haus statt Schwedens WM-Auftaktgala in Monterrey: Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic hat mit seinem Verhalten für Schlagzeilen in der Heimat gesorgt. „Zlatan lässt Schweden links liegen – und taucht bei UFC-Event auf“, schrieb die schwedische Zeitung „Expressen“.
Der schwedische Rekordtorschütze wohnte dem umstrittenen Kampfsportspektakel der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC) direkt vor dem Weißen Haus als Zuschauer bei.
Auch US-Präsident Donald Trump verfolgte das Event am Abend seines 80. Geburtstags. Die 5:1-Gala der Schweden gegen Tunesien im mexikanischen Monterrey konnte sich Ex-Profi Ibrahimovic, der während der WM als Experte des Senders Fox arbeitet, deshalb nicht live vor Ort anschauen.
Kritik aus dem Team
Innerhalb des Teams kam das scheinbar nicht gut an. „Er hätte unser Spiel priorisieren müssen“, zitierte „Expressen“ den Mittelfeldspieler Jesper Karlström. Teamkollege Anthony Elanga meinte: „Er kann tun, was immer er will. Wir sind alle glücklich, dass wir gewonnen haben und werden uns hoffentlich auf die nächsten Wochen fokussieren können.“
Ibrahimovic hatte seinen Spaß beim Käfigkampf. „Ich meine, das ist etwas, das ich niemals erwartet hätte. Aber es ist einfach großartig“, sagte er in einem von der UFC in den sozialen Medien veröffentlichten Video. Dass sich der in Malmö geborene Ibrahimovic während der WM nicht ganz so patriotisch zeigt, ist aber keine Überraschung. Sein Vater stammt aus Bosnien-Herzegowina, seine Mutter aus Kroatien – für beide WM-Teilnehmer hegt er auch Sympathien. „Ich kenne die bosnischen Menschen, es sind sehr stolze Menschen“, sagte der 44-Jährige. Außerdem habe er „auch ein paar Wurzeln in Kroatien, ich unterstütze sie in diesem Turnier“.