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Trump will der Ukraine Patriot-Raketen erlauben

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US-Präsident Donald Trump will der Ukraine eine Lizenz zur Herstellung von Patriot-Abwehrraketen erteilen. „Wir haben das Unternehmen noch nicht darüber informiert, aber das wird schon gut gehen“, sagte Trump am Mittwoch in Ankara. Laut ukrainischen Angaben sind nur US-amerikanische Flugabwehrsysteme des Typs Patriot in der Lage, ballistische Raketen von Russland abzuwehren.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warb bereits seit Wochen für eine eigene Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen. Ungeklärt sind jedoch Fragen zur Finanzierung des Baus einer Produktionsstätte und in welcher Zeit eine Fertigung auf die Beine gestellt werden könnte. Für den Kriegsgegner Russland wäre der Standort zudem ein Ziel für Angriffe. Bisher wird die Ukraine von europäischen NATO-Staaten mit Patriot-Systemen beliefert. Einer der wichtigsten Lieferanten ist Deutschland.

Das Flugabwehrraketen-System wurde ab 1984 bei vielen Streitkräften eingeführt und ist das Rückgrat der Luftverteidigung vieler Staaten. Ein System ohne Raketen kostet 400 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 351 Millionen Euro), davon entfallen zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet rund neun Millionen Euro) auf ein Startgerät. Die Produktionskosten für ein Patriot-Raketenarsenal sind noch höher.

Trump lobte am Mittwoch die Leistungen Selenskyjs im Krieg gegen Russland und kündigte ein Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin an. Dieser wünsche sich ein Treffen in Moskau, sagte der US-Präsident. Selenskyj hatte zuvor wiederum gesagt, dass er Putin überall treffen wolle, außer in Moskau. 

NATO-Beistandsverpflichtung beschlossen
Die NATO-Staaten haben sich am Mittwoch unterdessen klar zum gegenseitigen militärischen Beistand und der weiteren Unterstützung der Ukraine bekannt. Die europäischen Staaten und Kanada übernehmen dabei mehr Verantwortung, hieß es. Demnach versprechen die NATO-Staaten der Ukraine für dieses Jahr mindestens 70 Milliarden Euro für Aufrüstung, Unterstützung und Ausbildung. Zudem wurden beim NATO-Gipfel in Ankara neue Rüstungsverträge im Wert von „mehr als 50 Milliarden Dollar“ angekündigt.

„Wir haben das Gefühl, dass diese Allianz enger zusammensteht als je zuvor. Dieser Gipfel hat gezeigt, dass das Bündnis stärker ist als je zuvor: ein Bündnis, das geschlossen ist und bereit, jeden Zentimeter unseres Territoriums zu verteidigen“, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte.