Es war eine dramatische Rettung, die weltweit für Aufsehen sorgte. Doch bei einem Treffen im Weißen Haus am Montag rückte plötzlich nicht nur der mutige Einsatz eines 16-jährigen Rettungsschwimmers in den Mittelpunkt: US-Präsident Donald Trump erklärte dem zehnjährigen Buben, der aus den gefährlichen Wellen gerettet worden war, dass er selbst wahrscheinlich nicht eingegriffen hätte.
Die Bilder der lebensgefährlichen Rettungsaktion gingen um die Welt: Nathanial Rai (10) war an der kalifornischen Küste von den Wellen erfasst und von den Beinen gerissen worden. Der damals 16-jährige Rettungsschwimmer Ryder Williams eilte ihm zu Hilfe und hielt den Buben fest, während die heftigen Wellen immer wieder über die beiden hinwegschlugen.
„Du hast Glück, dass ich nicht dort war“
Bei einem Treffen im Oval Office bezeichnete Trump den Jugendlichen zwar als „echten Helden“, zu Nathanial sagte der US-Präsident jedoch: „Ich weiß nicht, ob ich es tun würde. Ich würde es wahrscheinlich nicht tun. Du hast Glück, dass ich an diesem Tag nicht im Dienst war.“
Die spektakulären Aufnahmen des Vorfalls waren Ende Juli im Internet verbreitet worden. Darauf ist zu sehen, wie Ryder den Buben inmitten der heftigen Brandung festhält. Mehrfach werden die beiden von den Wellen mitgerissen – sie tauchen immer wieder nur kurz auf, als sich das Wasser zurückzieht.
Weitere Badegäste versuchen, zu helfen, werden dabei aber selbst fast von der Strömung ins Meer gezogen. Ryder ließ Nathanial aber nicht im Stich und hielt ihn fest, bis sie schließlich mithilfe eines zweiten Rettungsschwimmers ans Ufer gelangen.
Großes Lob für jungen Retter
Trump hatte zuvor bereits auf ein Posting seines Sohnes Eric Trump reagiert, der für Ryder die „höchste zivile Auszeichnung“ gefordert hatte. Der Präsident kündigte daraufhin an, den Jugendlichen ins Weiße Haus einzuladen, um dessen Mut zu würdigen – das folgte nun.
Nathanials Vater Sumit bedankte sich bei dem Treffen im Oval Office noch einmal ganz offiziell beim Rettungsschwimmer: „Was er getan hat, kann ich niemals zurückzahlen. Ich werde ihm für immer dankbar sein.“