UEFA-Boss zu Infantino: „Wir waren alle geschockt“
„Ganz ehrlich: Wir waren alle geschockt,“ gab UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nun im Podcast „The Rest is Politics“ zu, als er vom Interviewer noch einmal auf die aufgehobene Roten Karte von US-Stürmer Folarin Balogun bei der WM angesprochen wurde. Aber sehen und hören Sie selbst in den Videos.
Was der Präsident der Europäischen Fußball-Union genau damit meint? Die Einmischung von Donald Trump!
Ceferin: „Wir haben Regeln und wenn du die nicht respektierst, dann macht das Spiel keinen Sinn mehr. Es gibt Verbände außerhalb Europas, die sind suspendiert wegen Einmischung der staatlichen Politik! Und nun sagt der Präsident eines Landes: ‘Ich habe ihn angerufen und ihm gesagt, er solle sich die Karte noch einmal anschauen.‘ Und dann behauptet der FIFA-Präsident auch noch, es wäre eine unabhängige Entscheidung gewesen. Also für uns als Fans oder auch als Verbände war das schockierend! Und viele haben sich nicht einmal getraut, etwas dagegen zu sagen“
Regel muss Regel bleiben!
Denn für den UEFA-Boss steht fest: Regel muss Regel bleiben! „Eine Rote Karte führt automatisch zu mindestens einem Spiel Sperre“, so Ceferin – aber im Fall von Balogun eben nicht! Und das nur, weil US-Präsident Trump interveniert hatte. „Selbst wenn ein Politiker der größte Fußball-Experte wäre, spricht man als Funktionär nicht mit ihm über solche Dinge. Man kann immer sagen: ‘Es ist ja nur ein Spiel – und, dass es die Regel ist, die ein unabhängiger Ausschuss so entschieden hat.‘ Also innerhalb der Regeln, kann es einfach keine Ausnahmen geben“, so der UEFA-Chef.