Die UEFA wehrt sich gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino. Wie „Politico“ nun aufdeckte, plane der europäische Fußballverband wohl, den PSG-Präsidenten Nasser al-Khelaifi für die Fifa-Wahl im kommenden Jahr als Gegenkandidat aufzustellen.
Der Katarer ist nämlich nicht nur PSG-Boss, sondern führt auch den Dachverband der europäischen Vereine an und ist ebenso Vorsitzender der BeIn-Mediengruppe. Im März des kommenden Jahres will Gianni Infantino erneut zur FIFA-Präsidentenwahl antreten, um seine dritte Amtszeit zu bestreiten, der Katarer könnte ihm, vor allem aufgrund seines Einflusses in Europa und Asien große Konkurrenz machen.
„Kein Interesse an FIFA-Rolle“
Ob der PSG-Präsident jedoch tatsächlich antreten wird, ist noch nicht sicher. „Nasser hat keine Ambitionen und kein Interesse an der FIFA-Rolle. Er wird sich weiterhin darauf konzentrieren, die Institutionen des europäischen und des Weltfussballs diskret zu unterstützen“, hieß es am Mittwoch von seinem Pressesprecher – vielleicht allerdings auch nur ein Ablenkungsmanöver, bis eine Kandidatur offiziell bestätigt werden kann.
UEFA-Nähe
Bei vielen Fußball-Fans steht der Katarer aufgrund des „Scheichklub-Images“ von PSG nicht im allerbesten Licht. Obwohl al-Khelaifi allerdings merhmals UEFA-Nähe bewies – sich 2021 beim kontroversen Super-League-Projekt von zwölf europäischen Vereinen sogar auf die Seite des Verbandes stellte.