Unternehmen sollen Drohnen selber abschießen
Die Gefahr von Drohnen wird in ganz Europa immer größer. Österreichs Sicherheitsministerien arbeiten daher an einer Drohnen-Abwehrstrategie. Erste – teils brisante – Ergebnisse liegen nun vor.
Die Drohnenabwehr hat aber nicht erst jetzt begonnen. Österreich hat in den letzten Jahren zahlreiche operative Maßnahmen gesetzt. Sowohl das Einsatzkommando Cobra als auch das Bundesheer haben umfangreiche Fähigkeiten zur Drohnenabwehr entwickelt. Im vergangenen Jahr wurden darüber hinaus mit dem Gesetz zur Resilienz kritischer Einrichtungen verbindliche Standards zum Schutz wichtiger Infrastruktur per Gesetz festgelegt.
Drohnenabwehr-Einsätze steigen jedes Jahr
Die Einsatzzahlen der Cobra-Drohnenabwehr zeigen deutlich die Dringlichkeit: Erfolgten 2023 noch 53 Anforderungen, waren es 2024 60, 2025 bereits 70 und im laufenden Jahr 80.
Innenminister Gerhard Karner, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Verfassungsschutz-Staatssekretär Jörg Leichtfried kündigten für das heurige Jahr eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes an, mit der Betriebe der kritischen Infrastruktur die Möglichkeit erhalten, von ihnen erkannte Drohnen bei entsprechender Bedrohung auch abzuschießen.
„Eine der größten Bedrohungen“
„Drohnen zählen zu den größten sicherheitspolitischen Bedrohungen der Gegenwart. Sie müssen nicht bewaffnet sein, um ein erhebliches Sicherheitsrisiko darzustellen, sondern können etwa auch zur Spionage eingesetzt werden. Mit unserem Aufbauplan haben wir deshalb gezielt in die militärische Drohnenabwehr investiert. Nun geht es darum, Gefährdungsanalysen und konkrete Szenarien weiterzuentwickeln und die Ablauforganisation festzulegen“, so Verteidigungsministerin Tanner.