Vier von zehn Syrern gehen keiner Arbeit nach
Arbeitsfähige aus Afghanistan, Syrien und dem Irak sind hierzulande am häufigsten ohne Job. Ab dem Jahr 2027 soll die Quote der Arbeitslosen durch das Integrationspflichtgesetz drastisch reduziert werden.
Deutsch lernen, Werte akzeptieren, arbeiten gehen: Was bisher ein Angebot war, wird mit dem ab dem Jahr 2027 geltenden Integrationspflichtengesetz bekanntlich zur Pflicht. „Wer in Österreich leben will, muss Deutsch lernen, unsere Werte akzeptieren und bereit sein, sich durch Arbeit eine eigenständige Zukunft aufzubauen“, erklärt Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Klare Worte, die mit Zahlen des Integrationsfonds begründet werden. Österreicher sind ihnen zufolge – wie berichtet – nur etwa halb so oft arbeitslos wie Ausländer.
Job als erster Schritt
Bei Syrern ist jeder Dritte arbeitslos gemeldet, bei Afghanen fast jeder Vierte. Noch deutlicher wird der Bedarf aber beim Blick auf die Zahlen des Statistischen Jahrbuchs für Migration und Integration. Sie zeigen: Von den Menschen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak im erwerbsfähigen Alter gehen vier von zehn Menschen gar keiner Arbeit nach. Für Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) ist der Job der Schlüssel: Er sei „der beste Ort, um Deutsch zu lernen, in Österreich anzukommen und Kontakte zu knüpfen“.
Verweigerern drohen hohe Strafen
Ihre Warnung an Verweigerer: „Wer sich dauerhaft vor dem Arbeitsleben drückt, wird weder Teil unserer Gesellschaft, noch übernimmt er Verantwortung für sich selbst und seine Familie.“ Künftig haben Verweigerungen jedenfalls auch Folgen. Wer nicht mitzieht, verliert zuerst die Sozialhilfe. Danach drohen satte Geldstrafen von bis zu 5000 Euro.