Sport

Vor dem Anpfiff droht Austria eine Schlammschlacht

Vor dem Anpfiff droht Austria eine Schlammschlacht

Das erste heiße Match steigt am Donnerstag bei Violett bereits dreieinhalb Stunden vor Austrias Play-off-Rückspiel gegen Sporting Braga. Der Aufsichtsrat tagt wegen der Zukunft von Finanzvorstand Harald Zagiczek. Der Vertrag des 51-Jährigen, der seit drei Jahren an Bord ist, läuft nämlich Ende September aus.

Präsident Kurt Gollowitzer wird Zagiczeks Verlängerung um zwei Jahre vorschlagen, der Verein hat mit 5:4-Stimmen auch die Mehrheit, kann daher aus eigener Kraft den Sack zumachen. Die Investorengruppe WTF rund um Jürgen Werner hat da bekanntlich andere Pläne, will eine Verlängerung verhindern. Laut Syndikatsvertrag hat die WTF auch ein Veto-Recht, das aber nur bei einer Neubestellung oder bei fachlichen Mängeln gilt!

Klage droht
Bei Zagiczek handelt es sich nach Austria-Ansicht „nur“ um eine Verlängerung – was die WTF aber anders sieht, daher einen Anwalt engagierte. Im Gutachten wurde festgehalten, dass hier von einer Neubestellung die Rede ist. Sollte mit Zagiczek, unter dem sowohl der Cut mit der Bank Austria als auch der Stadionverkauf an die Stadt Wien gelang und die Veilchen die Lizenz dreimal in erster Instanz erhielten, morgen um zwei Jahre verlängert werden, wird man Klage einreichen. Was erneut eine Schlammschlacht hinter den Kulissen auslösen würde, das Sportliche wieder einmal in den Hintergrund rückt – traurig.

Gekickt wird morgen in Favoriten nebenbei auch noch, da muss die Austria ein 0:2 in der Conference League aufholen. „Wir brauchen ein perfektes Spiel, das wissen wir“, meint Trainer Stephan Helm.

Vielleicht verpasst